05.02.2020

China: Corona-Virus auch als ein Segen?

Corona-Virus trotzt allen Kontrollen

Corona-Virus auch als ein Segen?

Die epidemische Ausbreitung der Lungenkrankheit, verursacht durch den Corona-Virus, hat in China zu Maßnahmen geführt, die man sich im vergangenen Jahr auch bei viel Phantasie noch nicht vorstellen konnte. Das öffentliche Leben ist praktisch zum Stillstand gekommen, das Verlassen der Wohnung ist nur jeweils einer Person alle zwei Tage erlaubt zur Beschaffung des täglichen Bedarfs, Städte sind wie ausgestorben, alle Kirchen und Versammlungsräume fest verschlossen, ein riesiges Volk sitzt zu Hause in seinen Wohnungen.

Doch wie viele dieser Menschen werden in diesen schwierigen Tagen zum Nachdenken kommen und in ihrer Angst und Unruhe um ihre Gesundheit und ihres Lebens beginnen, zu Gott zu rufen im Gebet?

Und was tut sich außerhalb Chinas und der nahegelegenen Länder? Starren die Menschen im Ausland und vor allem im Westen nur auf die ständig bedrohlicher werdenden Meldungen der Medien über diese vorher unvorstellbar gewesene Entwicklung? Sind sich darin die Christen und die Ungläubigen sehr ähnlich?

Doch was könnte geschehen, wenn die Christen der Welt über dieser noch nie dagewesenen Situation auf die Knie gehen würden und Gott um Gnade bitten würden? Was, wenn alle Kirchenoberen ihren täglichen Kleinkram mal beiseitelegen und stattdessen gemeinsam zum Gebet für die Menschen in China, um die Abwendung dieser Plage und um eine Erweckung aufrufen würden? Wenn dieser Aufruf zum Gebet noch viel lauter würde als die immer neuen Horrormeldungen in den Medien?

Welch ein Segen könnte dann von diesem Corona-Virus ausgehen!

Corona-Virus trotzt allen Kontrollen

In den letzten Monaten sind ständig neue Informationen über die höchst rigiden Kontrollmaßnahmen in China durch die Regierung und die Kommunistische Partei bekannt geworden. Es wurde immer deutlicher, dass durch die automatischen Gesichtserkennungsanlagen über kurz oder lang das Tun und Lassen praktisch eines jeden Bürgers den Behörden zugänglich werden würde. Damit wurde auch klar, dass auf diese Weise jeglicher politische Widerstand oder gar Protest unmöglich gemacht wird. Restlos alles wollte die Partei unter ihre Kontrolle bringen.

Doch dieser Plan ist nicht aufgegangen, denn bei der dramatischen Verbreitung des Corona-Virus haben alle Kontrollen jämmerlich versagt. Als Ende Dezember in Wuhan die ersten mysteriösen Lungenerkrankungen auftraten und wenig später der erste Arzt eine dringliche Warnung an die Stadtregierung gab, wurde er mit polizeilichem Druck zum Schweigen gebracht. Doch erst am 23. Januar wurde der Bürgermeister von Wuhan, Zhou Xianwang, beschuldigt, für den dramatischen Ausbruch der Krankheit verantwortlich zu sein, weil er die Bevölkerung nicht einmal davor gewarnt hat, an den üblichen riesigen öffentlichen Festtafeln aus Anlass des Frühlingsfestes teilzunehmen. Aber diese Details sind trotz aller Zensur inzwischen in der chinesischen Bevölkerung bekannt. Und Staatspräsident XI Jinping hat neulich die Parole ausgegeben, die Begrenzung dieser Epidemie sei jetzt die wichtigste Aufgabe der Nation.

Inzwischen hat sich aber nicht nur der Virus weit über China hinaus verbreitet und international nun Angst und Schrecken geschaffen, sondern nun kommt auch die Wirtschaft in den westlichen Ländern immer mehr unter Druck weil die globalen Lieferketten durch die stillgelegten Fabriken in China plötzlich nicht mehr funktionieren.

So ist der Glaube an die Machbarkeit und an die Kontrollierbarkeit aller Dinge schwer erschüttert worden, und wer will noch auf die Prognosen vertrauen, nach denen diese Epidemie in ungefähr zwei Wochen wieder sanft abklingen wird?

Quelle: China – Informationen 2020 - 03