08.05.2020

Ecuador: Protokoll zur Wiedereröffnung der Kirchen

„Schutz des Lebens ist unsere erste Pflicht, als Menschen und als Christen“

Quito (Fides) - Die Bischofskonferenz von Ecuador erarbeitete in Zusammenarbeit mit einer technisch-wissenschaftlichen Kommission, die die Bedingungen für die schrittweise Wiedereröffnung von Kirchen nachdem eine enstsprechende Vereinbarungen zwischen Bischöfen und Regierungsvertretern getroffen worden war (vgl. Fides 28/04/2020). Das Sicherheitsprotokoll der Bischofskonferenz soll die progressive Wiedereröffnung der katholischen Kirchen im Land ermöglichen.
"Die Teilnahme am Sonntagsgottesdienst ist einer der wichtigsten Momente des katholischen Glaubens”, heißt es in einer Erklärung der Bischöfe. “Aufgrund der gesundheitlichen Krise, den wir erleben, wurden die Gläubigen von diesem Gebot befreit und sind es auch weiterhin. Deshalb laden wir die Gläubigen auch ein, weiterhin über virtuelle Kanäle an den eucharistischen Feierlichkeiten teilzunehmen."
Die Wiedereröffnung der Kirchen erfolge schrittweise, laut einer "Ampel"-Regelung des Landes auf Ebene der Provinzen Städte und Gemeinden mit Genehmigung der jeweiligen örtlichen Behörden, so die Bischöfe, die betonen, dass während der ersten beiden Phasen keine öffentlichen Messen gefeiert werden und keine Prozessionen oder andere Versammlungen stattfinden, außerdem werden alle pastoralen Aktivitäten bis auf weiteres weiterhin online stattfinden.
 In Phase eins sollen an den Orten mit roten oder gelben Ampeln, voraussichtlich die in den letzten Maitgen, die Kirchen nur für das persönliche Gebet geöffnet sein, begrenzt auf 20 Minuten, mit kontrolliertem Eingang, Desinfektion am Eingang, Abstand von 1,5 Meter mit auf den Bänken markierten Stellen. Beichten können in größeren Kirche mit kontrolliertem Zugang in einer Entfernung von 1,5 Metern vom Priester gehört werden, wobei die Priester durch Sicherheitsvorrichtungen geschützt sind. In Phase zwei mit einer gelben oder grünen Ampel, die für Juni geplant ist, darf eine Person pro Familie unter denselben Bedingungen die Kirchen betreten. Eine individueller Empfang der heiligen Kommunion wird möglich sein, sofern die Sicherheitsprotokolle sowohl für den Priester als auch für die Gläubigen befolgt werden.
Bischöfe rufen die Gläubigen dazu auf, "die Gesundheit als grundlegendes Gut zu schützen". Die fortschreitende Wiedereröffnung soll “uns helfen, uns geistlich in unseren Kirchen zu treffen und die Sicherheitsvorschriften zu beachten, die die Gesundheitskrise erfordert". Zum jetzigen Zeitpunkt dürfen Personen über 60 Jahre, Kinder bis 12 Jahre und Personen mit Vorerkrangungen nicht an den ersten beiden Phasen teilnehmen. Schließlich appellieren die Bischöfe an alle, dafür zu sorgen, dass Kirchen sichere Orte sind: "Wir erinnern uns, dass der Respekt für die Integrität und das Leben aller unsere erste Pflicht ist, als Menschen und als Christen."
(SL) (Fides 8/5/2020)