14.02.2020

Kongo: Weitere Massaker in Ituri

Viele Einwohner fliehen aus ihren Dörfern

Kinshasa (Fides) - Die Massaker in Ituri in der Provinz Nord-Kivu im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo, die der ADF (Allied Democratic Forces) zugeschrieben werden, gehen weiter, während die Allgemeinheit gleichgültig bleibt. Dies beklagt das Zentrum für die Förderung von Frieden, Demokratie und Menschenrechten (CEPADHO), eine lokalen Menschenrechtsorganisation, die mitteilt, dass zwischen dem 7. und 9. Februar mehrere Zivilisten massakriert wurden. Dabei handelte es sich vorwiegend um Bauern, die ihre eigenen Felder bewirtschafteten.
Am 7. Februar wurden im Dorf Sibe in der Ortschaft Makusa acht Zivilisten von den ADF-Milizen hingerichtet. Am 8. Februar wurden weitere zwölf Menschen in einem Dorf in derselben Region getötet, und weitere drei im Dorf Toko-Toko. Am Sonntag, dem 9. Februar, griffen Terroristen das Dorf Makeke an, wo sie drei Frauen und vier Männer mit Macheten töteten. Einer der Angreifer wurde bereits von der Polizei festgenommen. Seine Kameraden griffen dann den Polizeiposten an und schafften es schließlich, ihn zu befreien. Weitere neun Zivilisten wurden von den Milizen verschleppt.
Infolge dieser jüngsten Überfälle flüchteten ganze Bevölkerungsgruppen der betroffenen Dörfer in die Stadt Beni. Dort leben rund 200.000 Vertriebene, die größtenteils bei Angehörigen und Freunden Schutz gefunden haben. Der sieht sich Rest jedoch gezwungen, in Notunterkünften zu wohnen.
(L.M.) (Fides 14/2/2020)