14.04.2020

Deutschland: Thüringer Pfarrverein kritisiert Umgang der Kirche mit der Corona-Krise

Das theologisch-geistliche Nachdenken befördern, das den Tod nicht fürchtet

(idea) Auch zur rechtlichen Sicht beziehen die Verfasser Stellung. Demnach dürften durch die nun erlassenen Rechtsverordnungen zwar Grundrechte wie das Recht auf Freiheit der Person, aber nicht die Religionsfreiheit beschränkt werden. Letzteres gelte ebenso für die Kirche in der Ausübung ihres Dienstes. Innerhalb der Institution Kirche müssten darum Rahmenbedingungen geschaffen werden, bei denen der Einzelne das Recht auf Religionsausübung wahrnehmen könne, ohne gegen zulässige Einschränkungen zu verstoßen. Dies mit Inhalt zu füllen sei nun Aufgabe der Kirchenleitung und Gemeinden. Sie hätten „sorgende Stütze zu sein, geistliche Hilfen zu geben, ohne zu bevormunden, und gegenwärtig insbesondere ein theologisch-geistliches Nachdenken gesellschaftlich zu befördern, das den Tod nicht fürchtet.“ Michaelis ist zugleich Vorsitzender der Pfarrvertretung der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland sowie der Pfarrergesamtvertretung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD).

Ausschnitt aus dem Artikel: Thüringer Pfarrverein kritisiert Umgang der Kirche mit der Corona-Krise
Pfarrverein: Vorauseilender Gehorsam rüttelt an den Grundfesten des Glaubens vom 14.4.20