20.04.2020

Nigeria: Fulani-Terroristen töten Christen

Sie griffen während der Ausgangssperre an und töteten 19 Nigerianer, darunter sieben Christen, die verbrannt wurden. Eine Witwe betet dass die Mörder ihres Mannes Jesus finden mögen.

14. April 2020

Sieben ältere, schwächere Christen, die nicht zur Flucht in der Lage waren als Hunderte von Fulani-Terroristen ihre Dorf in Plateau Staat in Nigeria während der Covid-19-Ausgangssperre angriffen, wurden in ihren Häusern verbrannt.

In den frühen Morgenstunden des 2. April griffen über 300 Bewaffnete das christliche Dorf Hukke bei Jos an und steckten mindestens 23 Häuser in Brand. Der Jüngste unter den Toten war 67, der Älteste 90.

Eine Kontaktperson von Barnabas berichtete, dass die Dorfbewohner wegen der Ausgangssperre zu Hause geblieben waren, als sie angegriffen wurden. Er fügte hinzu, dass die Dörfer „sehr gefährdet“ waren, nachdem die wenigen Sicherheitskräfte, die in dem Gebiet stationiert waren, vergangenen Monat abgezogen wurden, als das Land sich auf den Kampf gegen Corona konzentrierte.

Ein Pastor in Hukke beschrieb die schwache Reaktion der örtlichen Polizei. „Während des Angriffs, der mehr als zwei Stunden dauerte, kamen die Sicherheitskräfte, die nur aus wenigen Polizisten bestanden. Sie blieben in der Ferne stehen und schossen in die Luft und verschwanden schließlich“, sagte er.

Der gnadenlose Angriff auf Hukke kam nur 24 Stunden nach einem mörderischen Angriff am 1. April durch islamische Terroristen auf das benachbarte christliche Dorf Ancha. Zwei Männer und eine Frau wurden während der 3-stündigen nächtlichen Attacke getötet, 17 Häuser brannten aus.

Am 1. April wurde auch das Dorf Nkeidoro dem Erdboden gleich gemacht und durch einen weiteren Terrorangriff so verwüstet, dasss die Bewohner gezwungen waren, den Ort zu verlassen. Die Kontaktperson von Barnabas sagte, dass mindestens sechs christliche Männer aus Nkeidoro während mehrerer früherer Angriffe getötet worden waren; unter den Toten waren auch einige Fulanis, die mit AK-47 Gewehren bewaffnet waren.

Am 6. April schossen bewaffnete Angreifer den 50-jährigen Abah Yoki ins Bein, bevor sie zwei seiner Kinder und den Pastor im Nsah-Dorf töteten. Barnabas erfuhr von dem verzweifelten Vater: „Ich kam um ca. 19 Uhr aus meinem Haus, als ich Bewegung in der Dunkelheit bemerkte und fragte ‚Wer ist da?’. Dann hörte ich Schüsse. Ich drehte mich um und floh und wurde von einer Kugel getroffen und fiel hin. Es waren ungefähr zehn Männer auf dem Weg zum Fluss. Ich konnte keine Gesichter erkennen, aber ich hörte, wie Befehle in der Fulani-Sprache gegeben wurden. Auf  mich wurde zuerst geschossen. Dann gingen sie ins Haus und erschossen zwei meiner Kinder Duh war 30 Jahre alt und Ishaku war sieben. Dann zogen sie weiter zum Haus des Pastors und erschossen ihn.“

Nigerianische Witwe betet dass die Mörder ihres Mannes Jesus finden mögen.

15. April – von Karen Faulkner, Worthy News Korrespondentin

(Worthy News) – Christian Solidarity International (CSI) warnte am 30. Januar vor dem Völkermord an Christen in Nigeria, und eine 27-jährige Witwe aus dem Bundesstaat Plateau betet, dass die Mörder ihres Mannes Jesus finden. Rose, deren Mann Pastor war und von Fulani-Terroristen getötet wurde, sprach mit Barnabas-Fund: „Ich bete dafür, dass seine Mörder den Jesus kennenlernen, den ich kenne. Ich vergebe ihnen und bete für die Rettung ihrer Seelen.“ Pastor Tagwi wurde zusammen mit drei weiteren Menschen getötet, wie Genocide Watch berichtete. Die Morde geschahen während der Angriffe durch Fulani-Milizen in der Nähe von Jos, der Hauptstadt von Plateau State, durch die über 20 nigerianische Zivilisten erschossen oder zu Tode gehackt wurden.

Tagwi hinterlässt Rose, die schwanger ist,  mit drei Töchtern im Alter von sechs und zwei Jahren. Rose war zum Zeitpunkt seines Todes nicht bei ihrem Mann, da sie wegen einer Schwangerschaftsuntersuchung über Nacht in Kwall geblieben war.

Als sie über den Tod ihres Mannes zu Barnabas Fund sprach, sagte sie: „ Wir haben dem Ruf Gottes gehorcht und ich werde mit dieser Arbeit weitermachen. Keine Angriffe durch Islamisten werden uns oder mich daran hindern, auch nicht nach seinem Tod.“

 

Jihadisten feiern das Coronavirus als „kleinen Soldaten“. Die Terroristen-Aktivitäten nehmen während der Ausgangssperre in Afrika zu.

14. April 2020

Sogar während der Corona-Epidemie in Afrika nehmen die Angriffe der islamistischen Terrorgruppen in mehreren Gebieten noch zu.

Analysten stellten fest, dass islamistische Gruppen  in ihren Netzwerken zu einer Zunahme der weltweiten Angriffe aufrufen, während Regierungen und Sicherheitskräfte ihre Bemühungen und Ressourcen dem Kampf gegen Covid-19 und der Aufrechterhaltung der Ordnung während der Ausgangssperre konzentrieren.

Quelle: Worthy News/ übersetzt und bearbeitet für AKREF