09.05.2019

BAMF spielt sich als Glaubensrichter auf

Das Bundesamt für Miigration und Flüchtlinge maßt sich an, sich über Zeugenaussagen von ordinierten Pfarrern hinwegzusetzen um selbst festzustellen, ob ein Konvertit vom Islam "echt" ist. Das Amt weist getaufte Christen aus und schickt sie in ihre angestammte Heimat zurück, wo sie Gefahr an Leib und Leben ausgesetzt sind.

AKREF, d.9.5.2019

Die selbstständige evangelisch-lutherische Dreieinigkeitsgemeinde Steglitz der SELK ist wohl einmalig in Deutschland. Vor 10 Jahren war die Zukunft der Gemeinde ungewiss. Seither hat sich der Gottesdienstbesuch verzehnfacht - haupsächlich durch geflüchtete Iraner und Afghanen, die hier zum lebendigen Glauben an Jesus Christus gekommen sind. Pastor Dr. Gottfried Martens gibt sich unglaubliche Mühe mit den Suchenden aus dem islamischen Hintergrund und tauft keinen ohne eingehende Katechese/ Taufunterricht. Um Missbrauch vorzubeugen, hat er die uralte Formel der christlichen Taufliturgie zur Absage an allem teuflischen Werk und Wesen um etwas ergänzt: die dezidierte öffentliche Absage an den Islam, den Koran und Mohammed. Eine höhere Hürde kann man für einen, der sich aus falschen Motiven heraus taufen lassen will, nicht aufbauen.

Umso erstaunlicher ist es, dass das BAMF die Arbeit von Dr. Martens als irregeleitet und wohlgemeint aber naiv diffamiert. Seit geraumer Zeit fallen die "Glaubensprüfungen" des BAMF gerade jener Konvertiten als ungerechtfertigt, uninformiert und skurril auf. Schikanenhafte Fragen wie: Nennen Sie die Namen der zwölf Apostel! sollen beweisen, dass die Konvertiten Betrüger sind.

Seit neuestem gibt es eine neue Masche der "Befragung". Dr. Martens schreibt auf FaceBook (Steglitz Lutherisch):

"Heute haben wieder nicht weniger als drei treue Glieder unserer Gemeinde die Ablehnung ihrer Klage vom Verwaltungsgericht erhalten. Die Begründung in einem der Urteile spricht Bände: 
Es spreche "gegen eine tiefe Verwurzelung des Klägers", "dass er in seiner Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben überhaupt keine kritischen Punkte bezüglich des Christentums oder für ihn fragwürdige Glaubensinhalte gefunden hat, obwohl er nun schon über drei Jahre getauft ist. Auf die entsprechende Frage des Gerichts hat er lediglich erläutert, dass er bei Unverständnis nach Antworten suche und im Rahmen von Schulungen nachdenken könne. Eine kritische Auseinandersetzung oder Reflexion seines neuen Glaubens, die jedenfalls Indiz für eine Verfestigung sein können, vermochte das Gericht beim Kläger demgegenüber nicht erkennen (sic!)." Merke: Wer seinen christlichen Glauben nicht in volkskirchlicher Distanziertheit lebt, sondern einfach die Heilige Schrift als Wort Gottes ernst nimmt und sich an die Lehre der Kirche hält, dem ist es zuzumuten, in seinem islamischen Heimatland seinen christlichen Glauben zu verleugnen und wieder als Muslim zu leben. So bestimmt der Staat als Glaubenswächter in unserem Land, was denn nun wirklicher, echter Glaube ist und was nicht. Ich selber hätte vermutlich auch keine Chance mehr, vor einem staatlichen Gericht noch als ernsthafter Christ anerkannt zu werden ..."

Aber es ist nicht nur Misstrauen den Konvertiten gegenüber, was die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vom BAMF auszeichnen – auch dem Pastor Martens trauen sie nicht, sonder werfen ihm sogar Falschaussage vor. Am 2. Mai hatte er auf FaceBook gepostet:

"Heute wurde wieder die Klage eines treuen afghanischen Gemeindegliedes vor Gericht abgewiesen. In der Gerichtsverhandlung hatte das BAMF mir ohne nähere Begründung eine Falschaussage vor Gericht in Bezug auf meine Erfahrungen mit diesem Gemeindeglied vorgeworfen. Nun ist das Gericht, wie üblich, dem BAMF gefolgt. Das BAMF weiß, dass es mit seiner Taktik der Kriminalisierung und Verleumdung von Pfarrern beim Verwaltungsgericht Berlin gute Aussicht auf Erfolg hat in seinem Bestreben, so viele christliche Konvertiten wie möglich in ihre muslimischen Heimatländer abschieben zu können. Ich schäme mich abgrundtief dafür, zu einem Volk zu gehören, in dessen Namen solche unfasslichen Urteile gesprochen werden. Dies ist ganz sicher nicht mein Land!"

So viel Missachtung vor Christen und dem Geistlichen Stand hat es in Deutschland wohl seit 40, respektive 70, Jahren nicht mehr gegeben!