02.08.2022

Türkei: Islamistische Indoktrination im Bildungswesen

International Christian Concern - In der Türkei wirbt ein in öffentlichen Schulen weit verbreitetes Religionskundebuch für die zwölfte Klasse für den bewaffneten Dschihad. Das Buch, die Ausgabe 2019 von Fundamentals of Islam's Religious Beliefs (Grundlagen der religiösen Überzeugungen des Islam), behauptet, dass der bewaffnete Dschihad eine notwendige Praxis für alle Muslime ist und dass die Gegner des Islams heute das Konzept des bewaffneten Dschihad verleumden, indem sie es mit "schlechten Beispielen" in Verbindung bringen. Das Buch geht jedoch schockierenderweise nicht auf die bekanntesten Beispiele für den bewaffneten Dschihad im 21. Jahrhundert ein, wie etwa den Terrorismus der Al-Qaida, des Islamischen Staates oder anderer, die die Idee des Dschihad als Waffe einsetzen, um die Tötung und den Missbrauch Unschuldiger zu rechtfertigen.

Anstatt sich mit dem bewaffneten Dschihad von Terrorgruppen zu befassen, preist das Buch den bewaffneten Dschihad der osmanischen Gründerväter an. Das Buch lehrt die Schüler, dass ebenso wie die osmanischen Gründerväter bereit waren, ihr Leben für die Sache des Dschihad hinzugeben, auch jeder Muslim heute dem Dschihad hingegeben sein muss. Insgesamt ist dieses Religionskundebuch eine klare Bekundung der politischen Ideologie des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und seiner Partei.

Ähnlich besorgniserregende Inhalte und Botschaften finden sich laut Nordic Monitor aber nicht nur in diesem Schulbuch für die zwölfte Klasse, sondern auch in anderen weit verbreiteten Büchern. Die Geschichtsbücher der zwölften Klasse in der Türkei lassen objektive Genauigkeit außer Acht, indem sie alle Nationen in der Europäischen Union als christlich bezeichnen, und sind ausgesprochen antiamerikanisch und EU-feindlich, indem sie beispielsweise eine stark politisierte Darstellung des Kriegs der Vereinigten Staaten gegen den Terrorismus propagieren, der mit radikalislamischen Terroristen sympathisiert. In einer pauschalen Aussage heißt es in einem dieser Bücher ausdrücklich: "Die USA wurden durch ihr Verhalten nach dem 11. September zur Hauptursache für Probleme in der Welt."

Überhaupt sind viele dieser besorgniserregenden Botschaften in letzter Zeit in das öffentliche Bildungssystem der Türkei eingeführt worden. Diese Änderungen sind Teil eines Projekts von Präsident Erdogan, um die Ansichten und die Agenda seiner Partei zu fördern. Vor diesen Schulbuchänderungen wurden Zehntausende von Lehrern aus den öffentlichen Schulen und Universitäten entfernt, um den Weg für diese Revolution im Bildungswesen zu ebnen. In der Tat ist in der Türkei ein umfassendes Programm der Indoktrination im Gange.

Quelle: International Christian Concern; www.persecution.org

Aus dem Englischen übersetzt und überarbeitet von AKREF