22.06.2022

Deutschland: Tearfund–Für Entwürdigte eintreten

Leitungswechsel beim deutschen Zweig: Bernd Gülker folgt auf Martin Knispel

Neuer Vorstandsvorsitzender der christlichen Entwicklungsorganisation Tearfund Deutschland ist Bernd Gülker. Foto: privat

Berlin (IDEA) – Neuer Vorstandsvorsitzender der christlichen Entwicklungsorganisation Tearfund Deutschland ist Bernd Gülker (68). Er folgte bereits zum 1. Juni auf den Religionspädagogen und Theologen Martin Knispel (61), der als Vorstandsmitglied den neuen Arbeitszweig „Anwaltschaft und Kirchenbeziehungen“ aufbauen wird, teilte das Werk am 22. Juni mit.

Gülker war bis 2020 neun Jahre lang Leiter von „Geschenke der Hoffnung“ in Berlin (heute: Samaritan’s Purse – Die barmherzigen Samariter), und davor 15 Jahre Internationaler Leiter der weltweiten Arbeit von OM Ships International. Gülker will nach eigenen Angaben die globale Zusammenarbeit mit Tearfund stärken. Dazu erklärte er: „Anliegen von Tearfund ist die Wiederherstellung der Würde von Menschen, die durch Armut und Ungerechtigkeit entwürdigt sind. Hier haben sowohl Kirchen im globalen Süden als auch hierzulande eine wichtige Aufgabe.“

Knispel stand seit 2018 als Vorstandsvorsitzender an der Spitze des Werks, das damals noch World Relief Deutschland hieß. Unter seiner Leitung wurde die Arbeit Ende 2019 zu Tearfund Deutschland.

Aktiv in über 50 Ländern

Das Werk ist Teil der weltweiten Tearfund-Familie, die in über 50 Ländern tätig ist. Tearfund wurde 1968 als Nothilfefonds der Evangelischen Allianz in England gegründet. Der deutsche Zweig ist mit 21 Mitarbeitern in sieben islamisch geprägten Ländern im Nahen Osten und Afrika aktiv – unter Einbeziehung von Kirchengemeinden vor Ort. Schwerpunkte der Projekte sind nach eigenen Angaben Gesundheit, Bildung, Wasser- und Sanitärversorgung wie auch Ernährung und Friedensförderung. Auf der Internetseite des Werks heißt es: „Unser Herz schlägt besonders für die Menschen in der islamischen Welt.“