12.05.2022

Moldawien: Unter ukrainischen Flüchtlingen

Neueste Informationen vom Missionswerk Licht im Osten

Ein Mitarbeiter berichtet von dem Dienst von LICHT IM OSTEN Moldawien unter ukrainischen Flüchtlingen: „Schon in den ersten Tagen wurden die Grenzen der Republik Moldau von Zehntau-senden von Flüchtlingen überschwemmt, die ihr Leben retten wollten! In unserer (christlichen) Gemeinde haben wir Unterkünfte für sie eingerichtet. Doch die Tage vergingen und die Flüchtlinge kamen nicht bei uns an. Wir liegen direkt an der Grenze zu Transnistrien (einem prorussischen Gebiet in der Republik Moldau), weshalb sie unser Gebiet umgangen haben. Die meisten von ihnen wollten nach Kischinau gelangen, sich dort einige Tage ausruhen und dann ihren Weg nach Europa fortsetzen. Bisher haben mehr als 320.000 Flüchtlinge die Grenze zur Republik Moldau überquert, von denen mehr als 100.000 jetzt in der Republik Moldau leben. Keiner von uns hatte zuvor Erfahrung mit der Aufnahme von Flüchtlingen, wie es in vielen anderen Ländern der Fall ist, und so lernten wir alles aus dem Stegreif. Zu unserer großen Freude haben die Moldauer außerordentliches Mitgefühl mit den Ukrainern gezeigt. Die Menschen eilten herbei, um auf jede erdenkliche Weise zu helfen. Verpflegung, Unterbringung in Zentren und Privathäusern, Medikamente, Transporthilfe usw.“ In Kischinau hat Alexander Katana dann Möglichkeiten gefunden, um Flüchtlingen zu helfen: Annahme und Sortieren von Hilfsgütern, Verteilung von Lebensmitteln in einem Flüchtlingscamp. „Das Lager war so primitiv und hastig gebaut worden, dass die Wände nichts weiter als eine Folie waren, die einen Raum vom anderen trennte.“ Dann unterstützte er die Mitarbeiter des Zollamts, die „Tag und Nacht im Einsatz und sehr erschöpft waren“. Er transportierte Essen für die Flüchtlinge, kümmerte sich um die Müllentsorgung, erklärte verwirrten Flüchtlingen, wie es für sie weitergehen sollte, suchte Unterkünfte für sie und Transportmöglichkeiten. „Außerdem musste ich als Beobachter fungieren und Menschen ausfindig machen, die die Notlage der Flüchtlinge ausnutzen wollten. Da die meisten Zollstellen von Kindern, Mädchen und Frauen überschritten werden, haben sich viele Menschenhändler mobilisiert, die versuchen, diese Frauen in die sexuelle Sklaverei zu entführen. Aus diesem Grund überwachen wir die Fahrer, die ihre Dienste anbieten, sehr genau und erfassen ihre Kontaktdaten und Fahrzeugnummern. Wir bemühen uns sicherzustellen, dass die Fahrer, denen wir Flüchtlinge anvertrauen, gläubige Christen aus unseren Gemeinden sind. Der Krieg geht weiter, und es kommen weiterhin Flüchtlinge über die Grenze, mal mehr, mal weniger. Aber inzwischen gibt es weniger ehrenamtliche Helfer, der Enthusiasmus ist verschwunden, die Engagiertesten sind übriggeblieben, meist Menschen, die dem Herrn dienen.
 Gott gebe uns Kraft und ein opferbereites Herz, um weiterhin für die Flüchtlinge da zu sein.
 Wir beten und hoffen, dass der Krieg eines Tages aufhört, aber wir wissen, dass die Arbeit auch danach weitergehen wird.
 Herr, schenke der Ukraine Frieden!
 Wir danken Ihnen für Ihre Gebete und alle finanzielle Unterstützung, die es uns ermöglicht, den Flüchtlingen zu helfen!“
 Bitte beten Sie auch um Bewahrung für die Frauen und Kinder an der Grenze, dass sie nicht in die Fänge von Menschenhändlern geraten um
 um Bewahrung vor einer Ausweitung des Krieges auf Moldawien.