25.02.2026

Syrien: Tausende IS-Kämpfer geflohen

Die Terrormiliz ruft zu Angriffen auf Christen und Juden auf

al-Hol (IDEA) – Im Nordosten Syriens ist das Lager al-Hol aufgelöst worden. Dort waren Kämpfer der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) sowie deren Angehörige interniert. Nun wächst die Sorge vor Anschlägen auf Christen und Juden, denn IS-Kämpfer sind vor dem Abtransport in andere Lager und Regionen geflohen. Bis zu 25.000 Menschen waren dort untergebracht – neben Syrern und Irakern auch 6.000 Personen aus 40 anderen Nationen. Nun könnte sich die IS-Miliz Experten zufolge in Syrien neu aufstellen. Die syrische Übergangsregierung hatte laut Medienberichten die kurdischen Wachen im Januar gewaltsam vertrieben und die Kontrolle übernommen. Tausende Frauen und Kinder sollen in ein anderes Lager in der Provinz Aleppo umgesiedelt worden sein. Einige wurden in den Irak gebracht, andere kamen zu ihren Familien. Gleichzeitig sind seit der Übernahme viele IS-Kämpfer entkommen, die Rede ist von „mehreren Tausend“. Unklar sei, so „Die Welt“, wer ihnen dabei geholfen habe. Die Tageszeitung verweist auf den früheren Leiter des Lagers, Kushid Quero. Er habe im November prognostiziert, dass bei einer Freilassung der Internierten der IS „innerhalb von nur sechs Monaten“ zurück sei. Am 21. Februar habe die Miliz, so die Tageszeitung, nach zwei Jahren Stillschweigen wieder eine Nachricht veröffentlicht. Darin rief deren Sprecher Abu Hudhayfa al-Ansari die Anhänger im Westen dazu auf, die Angriffe sowohl auf Christen und Juden als auch auf die syrische Regierung zu verstärken.