21.02.2020

Kenia: Islamistenangriff

Zwei Christen und ein Muslim ermordet. Der Muslim wurde getötet, weil er versuchte, die Christen zu schützen

Mandera/Washington D.C. (idea) – Bei einem Terrorangriff auf einen Bus in Kenia haben Islamisten drei Menschen getötet und weitere verletzt. Wie das Hilfswerk International Christian Concern (ICC/Washington D.C.) mitteilte, ereignete sich der Anschlag am 19. Februar auf der Busstrecke von Mandera in die Hauptstadt Nairobi. Demnach bestätigte ein Sicherheitsoffizier aus dem Nordosten Kenias, dass es sich bei den Angreifern um Anhänger der radikal-islamischen Terrororganisation Al-Shabaab handelte. Sie hätten, so ICC, den Bus erst beschossen und anschließend die Christen herausgeholt. Zwei von ihnen, Peter Kilonzo Musili und Kevin Onyango, seien hingerichtet worden, als sie das islamische Glaubensbekenntnis, die Shahada, nicht aufsagen konnten. Einen Muslim, Abdi Abinoor, hätten die Islamisten ebenfalls getötet, als er versuchte, die Christen vor den Angreifern zu schützen. Weitere Passagiere sowie der Fahrer wurden verletzt.

Al-Shabaab greift öfter gezielt Busse an

Al-Shabaab hat in der Vergangenheit bereits öfter Busse angegriffen, um Christen zu töten. Laut dem ICC-Regionalleiter für Afrika, Nathan Johnson, gab es allein 2020 mindestens vier ähnliche Anschläge. Dabei wurden ihm zufolge die christlichen von den muslimischen Passagieren getrennt und dann „wie Tiere geschlachtet“. Es sei zugleich jedoch auch positiv zu bewerten, dass es mutige Muslime gebe, die versuchten, die Christen zu schützen. Al-Shaabab versteht sich als Teil des Terrornetzwerks Al Kaida und verübt seit Jahren immer wieder Anschläge in Kenia, weil das ostafrikanische Land 2011 Truppen nach Somalia schickte, um Islamisten zu bekämpfen. In Kenia sind 83 Prozent der 48 Millionen Einwohner Kirchenmitglieder und elf Prozent Muslime.