22.03.2020

Simbabwe: Menschenhandel hört nicht auf

Kirche ist verpflichtet aufzuklären und zu helfen

Harare (Fides) – Der Kampf gegen den Menschenhandel stand im Mittelpunkt einer Regionalkonferenz an der Jesuitenuniversität Arrupe in Harare, Simbabwe. Die Konferenz wurde vom Afrikanischen Forum für katholische soziale Bildung (AFCAST) organisiert und von Delegierten der Organisationen besucht, die im Bereich des Menschenhandels aktiv sind, darunter dier Regierungen von Simbabwe und den Vereinigten Staaten, religiöse Orden, Vertreter der muslimischen Glaubensgemeinschaft und der Zivilbevölkerung. An der am vergangenen 18. März veranstalteten Konferenz nahm auch auch eine Delegation der IMBISA (Interregionale Vereinigung der Bischöfe des südlichen Afrikas) teil. Die Konferenzteilnehmer mussten auch die mit Blick auf die Bedrohung durch das Coronavirus auf den Weg gebrachten Maßnahmern berücksichtigen, im Bemühen die Teilnehmer vor Infektionen zu schützen.
 Die Arbeiten wurden von Schwester Janice McLaughlin von den Maryknoll Schwestern, einer der Gründerinnen des AFCAST, eröffnet. Die Ordensfrau beklagte, dass der Menschenhandel das Leben vieler Menschen, insbesondere junger Menschen, darunter und unzäligen junge Frauen, zerstört
Während der Arbeiten berichteten auch Opfer des Menschenhandels über die ihre Torturen: typischerweise wurden diese Menschen mit dem Versprechen einer profitablen Arbeit im Ausland getäuscht. Menschenhandel findet aber auch in der Region des südlichen Afrikas und innerhalb der Grenzen der jeweiligen Länder statt.
In Anbetracht der Notwendigkeit, das Bewusstsein für dieses Verbrechen zu schärfen, betonten die Teilnehmer die Bedeutung der Aufklärung über die Gefahren. Zumal Unwissenheit auch bei Christen und gebildeten Menschen vorhanden ist. Der Schmerz der Opfer des Menschenhandels hält über die Zeit hinaus an, in der sie von ihren Peinigern versklavt wurden. Manchmal werden sie danach auch von ihren Verwandten und ihrer Gemeinschaft abgelehnt. Es bleiben emotionale und psychische Narben.
Im Bewusstein, dass vor allem auch die Kirche verpflichtet ist, diesen Menschen zu helfen, wollen die Bischöfe der IMBISA vor allem die Verbreitung von Informationen zum Schutz von Minderjährigen und besonders schutzbedürftigen Personen fördern und unterstützen.
(L.M.) (Fides 21/3/2020)