23.04.2020

Ruanda: Schattenseiten von Corona

Von einem leitenden Pastor der anglikanischen Kirche in Ruanda

„Die Pastoren erhalten normalerweise ein Gehalt aus den Spenden und Zehnten der Gemeindeglieder. Durch den Corona-Ausbruch in Ruanda wurden am 14. März 2020 die Kirchen geschlossen. Christen können nicht mehr zusammenkommen und Opfergaben bringen. Viele Gemeindeglieder haben ihre Arbeit verloren, besonders Tagelöhner, denn sie können nicht zur Arbeit gehen. Diese Situation trifft viele Menschen, aber ganz besonders Pastoren. Einige Menschen erhalten Hilfe von der Regierung oder den Nachbarn, aber es ist nicht möglich, einem Pastor zu helfen, weil die Leute denken, es sei der Pastor, der den Armen und Bedürftigen helfen muss. Unsere Pastoren und deren Familien sind in großer Not, weil ihnen Lebensmittel, Hygieneartikel und das Geld für Kommunikationsmittel fehlt. Durch das Corona-Virus ist es ihnen fast unmöglich, weiterhin seelsorgerliche und pastorale Arbeit zu leisten.

Quelle: Barnabasfund, bearbeitet und übersetzt von AKREF