26.02.2020

China: Neues Religionsgesetz erhöht den Druck auf Hauskirchen

Die unsichere Lage weckt Offenheit für den Glauben

(ERF GlobalHope) Nicht allein die aktuelle Epidemie erschwert die Arbeit der staatlich nicht anerkannten Hauskirchen. Im Februar traten die letzten Maßnahmen eines schon 2018 verabschiedeten Religionsgesetzes in Kraft. Diese verschärfen den ohnehin schon hohen Druck auf Christen deutlich. Seit letztem Jahr werden unter anderem christliche Medien und Webseiten noch intensiver kontrolliert. Die neusten Vorschriften verpflichten alle religiösen Organisationen, die Prinzipien der Partei zu lehren. Für sämtliche Aktivitäten müssen sie sich zudem bei den lokalen Religionsbehörden Genehmigungen einholen. Künftig soll sich jeder Pastor und Gemeindeleiter registrieren müssen. Wer dies nicht tut, kann mit einem Predigtverbot, hohen Geldstrafen oder sogar einer Umerziehung in einem Straflager rechnen.

Ziel der Regierung ist eine absolute Kontrolle der Gesellschaft und eine Prägung aller Lebensbereiche im Sinne der kommunistischen Partei. Viele nicht offiziell genehmigte Kirchen konnten in den letzten Jahren relativ frei ihre Gottesdienste feiern. Die neuen Einschränkungen zwingen sie wieder in den Untergrund.

Ein neues Programm soll über Coronavirus aufklären und ermutigen

In alldem ist die christliche Medienarbeit unseres Partners TWR eine wertvolle Hilfe für die Christen in China. Ob durch SOTA oder durch christliche Radioprogramme, die geistlichen Impulse von TWR stärken die chinesischen Christen und geben ihnen die Kraft, auch andere in ihrem Umfeld in dieser Krisensituation zu ermutigen.

Die geistlichen Impulse von TWR stärken die chinesischen Christen und geben ihnen die Kraft, auch andere in ihrem Umfeld in dieser Krisensituation zu ermutigen.
 

Wir beten…

  • dass die Christen in China trotz der unsicheren Lage zuversichtlich bleiben und Wege finden, sich gegenseitig im Glauben zu ermutigen.
  • dass sich die Situation in China, vor allem in der stark betroffenen Region Hubei, bald bessert, viele Kranke geheilt werden können und das Gesundheitssystem den besonderen Anforderungen gewachsen ist.
  • dass die neue TWR Sendereihe schnell in chinesische Sprachen übersetzt und nach China ausgestrahlt werden kann.
  • für einen weisen Umgang der chinesischen Christen mit dem neuen Religionsgesetz, sodass Gottesdienste und christliche Versammlungen weiter stattfinden können.

Quelle: ERF  - Es steht ein interessanter Beitrag von Albrecht Kaul auf der Madiathek über die 

Bekennende Kirche in China

Albrecht Kaul erzählt von Begegnungen im Reich der Mitte. Albrecht Kaul ist Chinabeauftragter des CVJM.

Download  gesendet am 25.2.2020