26.02.2020

Kuba: 2019 gab es 260 Fälle von Verletzung der Religionsfreiheit

Menschenrechtler: In der Fastenzeit an religiös Verfolgte denken

Frankfurt am Main (idea) – Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) hat dazu aufgerufen, während der von Aschermittwoch bis Ostersamstag dauernden Passions- und Fastenzeit an religiös Verfolgte zu denken. In dieser Zeit bereiten sich Christen auf Ostern, das Fest der Auferstehung Jesu Christi, vor. Doch in vielen Ländern könnten Menschen ihren Glauben nicht frei ausüben, kritisiert die IGFM. Religionsfreiheit sei aber kein Privileg, sondern ein Menschenrecht. Als Negativbeispiel benennt die Organisation mit Sitz in Frankfurt am Main das kommunistisch regierte Kuba. Dort garantiere die Verfassung zwar Religionsfreiheit, aber in der Realität tue das Regime alles, um den Einfluss der Religion mit aller Macht zurückzudrängen. Der Vorstandssprecher der IGFM, Martin Lessenthin, erklärte im Blick auf den Karibikstaat: „Uns erreichen immer wieder Berichte von Menschen, die wegen ihres Glaubens drangsaliert, benachteiligt oder gar eingesperrt werden. Im Jahr 2019 gab es mehr als 260 dokumentierte Fälle von Verletzungen der Religionsfreiheit.“ Betroffen sind unter anderen Pastor Ramón Rigal und seine Ehefrau – beide Mitglieder der freikirchlichen „Gemeinde Gottes“. Sie hatten ihre beiden Kinder nicht mehr in die staatliche Schule geschickt, nachdem diese dort tätlich angegriffen wurden. Die Eltern unterrichteten sie mit Hilfe eines akkreditierten internationalen Lehrprogramms zu Hause. Der Pastor wurde daraufhin im April 2019 zu zwei Jahren Haft in einem Hochsicherheitstrakt verurteilt, seine Frau Ayda Expósito zu 18 Monaten. Die IGFM und idea hatten die Eheleute im vergangenen Oktober als „Gefangene des Monats“ benannt und dazu aufgerufen, sich für die Christen einzusetzen und für sie zu beten.