26.04.2020

Russland: Gemeindeleben ins Internet verlagert

(LiO)  (Blagoweschensk) berichtet: „Aufgrund des Ausgeh- und Versammlungsverbots hat sich auch unser Gemeindeleben ins Internet verlagert. Was ich noch bis vor zwei Monaten für unvorstell-bar gehalten hatte, erleben wir nun: Gottesdienste und Hauskreise finden über Online-Plattformen statt. Besonders interessant ist, dass wir dadurch mehr Menschen erreichen als sonst. Denn die Gemein-deglieder leiten die Links für unsere Online-Programme an Freunde und Kollegen weiter und hören viele positive Rückmeldungen. So mancher meldet sich und sagt, dass er die Predigten mit großem Interesse anhört. Auch ein Studienkollege, den ich seit 25 Jahren nicht gesehen hatte, meldete sich überraschend bei mir, nachdem er einen unserer Gottesdienste verfolgt hatte. Nun sind wir im Kontakt und tauschen uns u.a. über geistliche Fragen aus!“ Bitte beten Sie
 dafür, dass Gott die Online-Gottesdienste gebraucht, um viele Menschen zum Glauben an Christus zu erwecken.
 „dass wir diese Zeit der Quarantäne gut nutzen und Wege finden zu Menschen, die in diesen Tagen besonders offen sind“.
„Da wir glauben, dass Gott früher oder später dem Virus Einhalt gebieten und eine Rückkehr zum ‚normalen Leben‘ ermöglichen wird, wagen wir auch, nach vorne zu denken. In etwa drei Monaten hoffen wir, als Gemeinde umzuziehen in andere, eigene Räumlichkeiten. Und zwar in das historische Gebäude, das schon vor über einhun-dert Jahren den russischen Baptisten gehört hatte und sich mitten in Blago befindet … Noch zu Zeiten der Zaren erbaut, war die Zahl der Gemeindeglieder damals auf bis zu 1000 Personen angewachsen, allein die Sonntagsschule (der Kindergottesdienst) hatte rund 300 Kinder gezählt! Dann kamen die Kommunisten an die Macht und mit ihnen begann die Verfolgung. Viele leitende Christen wurden damals getötet oder inhaftiert, den anderen Gläubigen wurde es verboten, sich zu versammeln, und das Gebäude wurde enteignet. Seit den Anfängen unseres ‚neuen Russlands‘, also seit 25 Jahren, haben sich Christen unserer Stadt dafür eingesetzt, das Gebäude zurück-zuerhalten – lange ohne Erfolg. Im letzten Jahr aber entschied das Gericht schließlich, vorläufig einen Teil des Gebäudes an die Baptis-ten (zu denen wir offiziell gehören) zurückzugeben. Nun wurde uns vom Verband der Baptisten zugesprochen, diesen Gebäudeteil als Gemeinde nutzen zu dürfen. Wir sehen darin großes evangelisti-sches Potential, weil wir damit in eine strategisch optimale Lage im Zentrum Blagos ziehen – in die Nachbarschaft von zwei Universitäten mit Studentenwohnheimen sowie größeren Einkaufszentren und Wohngegenden. Der Versammlungsraum ist nicht sehr groß aber ausreichend, um uns als eine erste, eigene Gemeinde-Basis gut zu dienen. Innen und außen heruntergekommen, wollen wir das Ge-bäude in Eigenarbeit herausputzen. Außerdem werden wir uns wei-terhin bemühen, das gesamte Gebäude vom Staat zurückzuerhalten. Wir können uns dafür sogar auf ein Gesetz berufen, das bisher jedoch nur zugunsten der Orthodoxen Kirche Anwendung gefunden hat.
 Bitte beten Sie mit dafür“, dass das gelingt!
 Beten Sie bitte dafür, dass der Dienst dieser Gemeinde in den neuen Räumlichkeiten dazu führen wird, dass sich viele gemeindefremde Menschen einladen lassen – in die Gemeinde,
aber vor allem zu Christus.

Bitte beten Sie
 dafür, dass viele Menschen sich in diesen unsicheren Zeiten Christus anvertrauen und in ihm Halt und Hoffnung finden.
 für alle unsere Missionare weiterhin um viel Weisheit und Fanta-sie, um den Menschen die Gute Nachricht trotz erschwerter Umstände in Wort und Tat bringen zu können.
 dass die Funktion des Internets für diesen Zweck erhalten bleibt


Quelle: Missionswerk Licht im Osten