27.02.2020

Kirgistan: Katholische Gemeinde ist ein “kleiner Keim“

Bischkek (Fides) - „Gott ist Kirgisistan nahe. Das Land ist eine interessante Mischung von Kulturen: Elemente aus Russland und Asien existieren in diesem Land in einem muslimischen Kontext nebeneinander. Wir haben ein Land mit etwa 6 Millionen Menschen, von denen 90% den Islam bekennen. Die christliche Bevölkerung ist sehr klein und noch kleiner die katholische Gemeinde: Wir sprechen von insgesamt 1500 Gläubigen. In diesem Land sind die meisten Katholiken infolge der Einwanderung ihrer Großeltern anwesend, die während der Sowjetzeit aus Deutschland, Polen und Russland hierher deportiert wurden. In dieser Leidensgeschichte gibt es jedoch die Vorsehung Gottes, die den Samen des Glaubens gepflanzt und fruchtbar gemacht hat“ so drei katholische Priester aus den Vereinigten Staaten nach einem Besuch in Kirgisistan in einem Video mit dem Titel "Kirgisistan: Gott ist nahe", eine Reportage, in der sie die wichtigsten Orte des Katholizismus erzählen und zeigen.
Pfarrer Larry Machado aus Stockton, Chris Smith, Diakon aus der Diözese Austin, und Pfarrer John Gancarz aus Hartford dokumentieren den unermüdlichen Dienst der im Land anwesenden katholischen Priester: "Jeden Sonntag fahren sie 30 bis 40 Minuten, um die Gläubigen zu besuchen, die in den Dörfern leben und sonst nicht zur Messe gehen könnten. Wir haben gesehen, wie der apostolische Administrator, Pater Anthony Corcoran, mit Menschen Russisch sprach und Kirgisisch studierte, damit jeder verstehen kann, was er sagt. Die Gläubigen lieben diese positive Haltung … und begrüßen ihn mit einem Lächeln“. Die katholische Gemeinde sei in dem zentralasiatischen Land noch ein kleiner Keim, so die drei Vertreter der US- amerikanischen Kirche, der jedoch der dank des täglichen Engagements der Priester und Ordensleute im Dienste der Bevölkerung und mit der Hilfe Gottes sprieße. Die drei Priester stellen am Ende ihres Besuchs fest: "Gott ist den Kleinen und Letzten nahe, und allen die an den Peripherien leben".
(LF) (Fides 27/2/2020)