27.02.2020

Paraguay: Katholische Bischöfe zu Mord an indigenem Mädchen

“Indigene Abstammung darf kein Grund für Diskriminierung und Gewalt sein“

Asuncion (Fides) - Das Koordinierungsbüro für der Indigenenpastoral (CONAPI) der paraguayischen Bischofskonferenz "bedauert und verurteilt, den Tod eines indigenen Mädchen, das mit gefesselten Händen und Füßen in einem Rucksack in der Nähe des Busbahnhofs von Asuncion tot aufgefunden wurde, sowie die jüngsten gewaltsamen Todesfälle unserer indigenen Brüder und Schwestern, die bisher nicht geklärt wurden".
Das Observatorium für geschlechtsspezifische Gewalt hat mitgeteilt, dass das Mädchen als Francisca Araújo Cáceres identifiziert wurde, 12 Jahre alt ist und der ethnischen Gruppe Mbya Guaraní angehört und aus Curuguaty im Departement Canindeyú stammt. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2020 kamen laut Observatorium drei weitere indigene Mädchen gewaltsam ums Leben, von denen eines vermutlich sexuell missbraucht wurde.
Wie das bischöfliche Büro betont gibt es in Paraguay Gesetze zum Schutz von Minderjährigen gibt, deren Rechte auch in der Verfassung verankert sind, und mit dem Gesetz 234/93 in Bezug auf indigene und Stammesvölker habe der Staat "die Verantwortung übernommen, zusammen mit den beteiligten Völkern koordinierte und systematische Maßnahmen zu fördern, die darauf abzielen, die Rechte der indigenen Völker zu schützen und die Achtung ihrer Integrität zu gewährleisten".
"In Anbetracht einer Kultur der Menschenrechte und der Achtung der Unterschiede sollte indigene Abstammung kein Grund für Diskriminierung und Grausamkeit sein", so das bischöfliche Büro für Indigenenpastoral, das an die Gesellschaft im Allgemeinen appelliert, "beim Schutz der Rechte für Minderjährige basierend auf den Grundsätzen der Nichtdiskriminierung und des Rechts auf Leben zusammenzuarbeiten". Die Pressemitteilung endet mit der Aufforderung an die zuständigen Behörden, ihre Bemühungen zu verstärken, "um eine umfassendere öffentliche Politik, Wissen und Achtung der kulturellen Vielfalt zu fördern und auf die Bedürfnisse indigener Völker einzugehen".
(SL) (Fides 27/2/2020)