31.01.2020

Rußland: Sicherheitsbehörden zielen auf Christen ab

Folge des neuen Anti -Extremismus-Gesetz von 2016

Die russischen Sicherheitsbehörden nutzen die weitreichenden Überwachungsbefugnisse des "Jarowaja-Gesetzes", das 2016 eingeführt wurde, um evangelikale christliche Gruppen im Namen der Bekämpfung "extremistischer" Aktivitäten hart einzuschränken.

Das Gesetz, das harte Geldstrafen und sogar eine mögliche Ausweisung aus Russland vorsieht, schränkt religiöse Gruppen ein, einschließlich der Forderung nach einer Genehmigung für Treffen außerhalb registrierter religiöser Gebäude. Damit werden Gebetstreffen, die in den Häusern von Christen abgehalten werden, ebenso verboten wie Hauskirchen.

Das Gesetz gewährt den Sicherheitsbehörden auch Zugang zu privater Kommunikation von Telekommunikationsunternehmen, einschließlich "Telefongesprächen und Textnachrichten".

"Es gibt praktisch keine Protestanten, die nicht von dem Gesetz betroffen sind", sagte ein Pastor einer protestantischen Kirche in Moskau. "Ich leite eine Gemeinde von 50 Menschen, und fast jeden Sonntag unterbricht ein Polizeiaufgebot unsere Gottesdienste. Manchmal verkleiden sich die örtlichen Behörden als Zivilisten und klopfen an unsere Tür und bitten darum, hereingelassen zu werden, damit sie 'beten' können.

"Wenn wir sie nicht hereinlassen, filmen sie uns, wie wir sie abweisen, und verwenden das Material dann gegen uns. Und wenn wir sie hereinlassen, dann fotografieren sie in der Kirche, um herauszufinden, auf welche Weise wir gegen das 'Jarowaja-Gesetz' verstoßen. Wir mussten mehrere Geldstrafen für 'illegale missionarische Aktivitäten' bezahlen".

In der Stadt Nojabrsk wurden Pastoren einer baptistischen Konfession zu einer Geldstrafe verurteilt, weil sie einen Kinderspielplatz in der Nähe einer Kirche gebaut hatten. Die Polizei behauptete, die Kinder könnten "illegaler Missionstätigkeit" ausgesetzt werden, indem sie die religiöse Literatur lasen, die sie bei der Durchsuchung des Gebäudes gefunden hatten.

Beten Sie für eine Aufhebung des strafenden "Jarowaja-Gesetzes", das solch harte Einschränkungen, Eingriffe in die Privatsphäre der Christen und die Kriminalisierung von Hauskirchen mit sich bringt. Beten Sie, dass der Herr die Christen vor unbegründeten Anschuldigungen schützt und dass sie stark bleiben und ihr Vertrauen in den Herrn behalten.

Quelle: Barnabasfund