09.06.2021

Bhutan: Staatliche Unterstützung nur bei Konversion zum Buddhismus

BF/IIRF-D/Tübingen/09.06.2021 - Einem obdachlosen christlichen Ehepaar in Bhutan wird jegliche Hilfe oder Unterstützung von der Regierung verweigert, wenn sie nicht zum Buddhismus konvertieren.

Das Ehepaar, dessen Tochter vor kurzem gestorben ist, wurde von anderen Dorfbewohnern von ihrem Haus und ihrem Land vertrieben und steht nun ohne ein Dach über dem Kopf da.

Regierungsbeamte sagten dem Paar, dass sie mit Nahrung und Unterkunft versorgt werden können, aber nur, wenn sie sich bereit erklären, buddhistische Gebete zu sprechen und an der Meditation teilzunehmen.

Andere Christen aus den Nachbardörfern versuchen, das Paar zu unterstützen, aber sie sind selbst Opfer von Armut und Unterdrückung.

Bhutan ist ein offiziell buddhistisches Land, in dem fast 75% der Bevölkerung den Buddhismus und fast 23% den Hinduismus praktizieren. Die christliche Gemeinschaft stellt einen winzigen Prozentsatz der Bevölkerung dar.

Die Verfassung von Bhutan garantiert offiziell Religionsfreiheit und verbietet religiös motivierte Diskriminierung. Christen werden jedoch oft als Bürger zweiter Klasse betrachtet und ihnen werden routinemäßig staatliche Hilfen und Arbeitsplätze verweigert. Den Kirchen ist es untersagt, Eigentum zu besitzen, Evangelisationen durchzuführen oder Bibeln und christliche Literatur aus dem Ausland zu importieren.

Quelle: Barnabas Fund 1. Juni 2021