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Liebe Empfängerinnen und Empfänger unserer AKREF-Nachrichten,
In der Fasten- und Passionszeit lesen wir: Da weinte Jesus. Johannes 11,35 Zur Situation: Lazarus, der Freund des Herrn Jesus war gestorben. Dessen Schwestern Maria und Marta waren verzweifelt. Sie hatten ihre Hoffnung auf Jesus gesetzt und ihn noch rasch benachrichtigt, als Lazarus schwer krank war. Aber Jesus kam zu spät. Lazarus war schon verstorben. Jesus nimmt sich der beiden Schwestern in ihrer großen Trauer an. Sie trauern übrigens sehr unterschiedlich. Dann geht Jesus mit ihnen zum Grab des Lazarus. Und da weint Jesus. Im griechischen Urtext heißt es: „Jesus kamen die Tränen.“ Der Tod bleibt schrecklich, auch für Gottes Sohn. Wenn ein lieber Mensch stirbt, sind Tränen die logische Reaktion. Vieles Schreckliche in dieser Welt bleibt uns unverständlich. Wir können nichts dagegen tun. Wir können nur weinen. Das ist die harte Realität unserer Existenz. Da helfen keine Sprüche wie „Kopf hoch“ oder „alles gut“. Da helfen auch keine noch so gut gemeinten Bibelsprüche oder Glaubenswahrheiten. Auch Jesus weint angesichts der scheinbaren Macht des Todes. Aber Jesus bleibt dabei nicht stehen. Er ruft Lazarus ins Leben zurück. Jesus bezwingt die Macht des Todes. Jesus steht immer für das Leben. Das ist die andere Realität! Was Jesus an seinem Freund Lazarus vollzogen hat, gilt allen Freundinnen und Freunden Jesu zu allen Zeiten: Der Tod behält nicht die Macht über uns. Wir gehören auf die Seite des Lebens! Mit dieser Perspektive der Hoffnung können viele Christen weltweit die Gemeinheiten ertragen, die über sie kommen, nur weil sie zu Jesus gehören. Umso wichtiger ist, dass wir sie im Gebet unterstützen. Und dass wir ihre Tränen sehen. Und auch selbst so manche Träne mitweinen. Am Ende der Zeit aber wird Gott alle Tränen abwischen. Gott sei Dank! Dr. Ekkehard Graf, AKREF-Mitglied
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