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Liebe Empfängerinnen und Empfänger unserer AKREF-Nachrichten,
Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach. Amos 5,24
In den heißen Sommerwochen begleitet uns ein erfrischendes Bibelwort. Strömendes Wasser und ein Bach, der nicht versiegt, wecken eine positive Assoziation. Gerade an heißen Tagen und in Regionen, die von Wassermangel geprägt sind, können wir das Bildwort des Propheten gut nachvollziehen. Amos beschreibt in seinem prophetischen Buch die Situation in der Gesellschaft Israels als ein durch und durch von Mangel geprägtes System. Nicht der äußere Mangel, denn Israel erlebte eine Zeit des Wohlstands. Aber es fehlte an Gerechtigkeit, wo man nur hinschaute. Die Reichen wurden auf Kosten der Armen immer reicher. Die Regierung kümmerte sich nicht um die Benachteiligten. Die geistlich Verantwortlichen hatten keinerlei Gottesbeziehung. Doch der Prophet bleibt nicht bei der kritischen Bestandsaufnahme stehen. Durch ihn zeigt Gott einen Ausweg. Aus oberflächlichem Gottesdienst soll echte Gottesbeziehung werden. Unrecht soll sich wandeln in echte Gerechtigkeit. Dadurch bekommen alle Menschen diese Erfrischung des praktizierten Rechts.
Diese Botschaft ist damals wie heute aktuell. Überall auf der Welt gibt es so viel Ungerechtigkeit. Menschenrechte werden mit Füßen getreten, Reiche und Mächtige unterdrücken ihre Mitmenschen. Und in etlichen Ländern werden Christen um ihres Glaubens willen benachteiligt und verfolgt. Auch in Ländern, die in ihrer Verfassung die Religionsfreiheit garantieren. Deshalb ist es wichtig, dass wir mit unseren Möglichkeiten eintreten für Gerechtigkeit und Freiheit. Und dass wir dranbleiben im Gebet für alle, die Unrecht leiden.
Dr. Ekkehard Graf,
AKREF-Mitglied
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