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Liebe Empfängerinnen und Empfänger unserer AKREF-Nachrichten,
Jesus Christus spricht: Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben. Johannes 10,10 (E)
Leben in Fülle – ist das nicht etwas, wonach wir uns alle sehnen? Nichts mehr zu vermissen, das Leben in seinem vollen Umfang, in seiner eigentlichen Bedeutung leben zu können. Oder sagen wir: „Das ist zu schön, um wahr zu sein. Das kann es ja gar nicht geben.“ Und tatsächlich: zu 100% begreifen und haben werden wir dieses Leben erst, wenn wir in der Herrlichkeit bei Jesus sind.
Aber schon jetzt gilt: wenn wir bei Jesus sind, haben wir dieses Leben in Fülle bereits. Denn ER spricht diesen Satz im Zusammenhang mit zwei „Ich bin“-Worten: die Tür (Vers 9), der Gute Hirte (Vers 11). Wenn wir durch diese Tür gehen, wenn Jesus unser guter Hirte geworden ist, sind wir für Zeit und Ewigkeit sicher. Wenn wir bei Jesus sind, wenn wir ihn haben und er uns hat und hält – das genügt.
Das ist auch die Erfahrung unserer verfolgten Geschwister überall auf der Welt, die oft eher den ersten Teil von Johannes 10,10 ähnelt: „Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten.“ Menschlich gesprochen wäre es so viel einfacher, dem Glauben abzusagen, den Herrn Jesus zu verleugnen und nicht geschlachtet oder vernichtet zu werden. Aber damit wäre das Leben in Fülle verloren. Das ist etwas, was verfolgte Christen uns lehren: es lohnt sich, an Jesus festzuhalten. In Nordkorea zahlen Christen einen hohen, häufig den ultimativen Preis, nur um Gottes Wort in den Händen zu halten und zu lesen: Minimum Verschwinden und Arbeitslager, häufig der Tod. Doch das ist es ihnen wert. Sollten wir nicht, wenn wir für sie beten, auch unser Verständnis prüfen, wie für uns ein „Leben in Fülle“ aussieht?
Daniel Ottenberg,
AKREF-Mitglied
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