01.07.2026

Nigeria: Neue wichtige Dokumentationen über Gewalt und Verletzung von Religionsfreiheit

Seit Jahren berichtet AKREF wöchentlich über grausame Gewalt in Nigeria.

Immer wieder werden diese Berichte auch bestritten, verharmlost oder relativiert.

2 wichtige aktuelle Dokumentationen helfen nun, die Geschehnisse einzuordnen:

1) Im Juni 2026 besuchte die UN – Beauftragte  („special rapporteur“) für Religionsfreiheit Nazila Ghanea Nigeria und gab am 19. Juni einen Bericht – inklusive Handlungsempfehlungen an die nigerianische Regierung.

Näheres: https://www.ohchr.org/en/press-releases/2026/06/un-expert-freedom-religion-or-belief-visit-nigeria

2) Eine Untersuchung von 80 000 Tötungen zwischen 2020 und 2025 analysiert ORFA in einem neuen Bericht.

Das Observatorium für Religionsfreiheit in Afrika (ORFA) ist ein Forschungs-, Ausbildungs- und Advocacy-Programm, dessen Aufgabe darin besteht, die Religionsfreiheit auf dem Kontinent zu fördern.

In Anlehnung an die Allgemeine Bemerkung Nr. 22 des CCPR zu Artikel 18 des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte (sowie Artikel 8 der Afrikanischen Charta der Menschen- und Völkerrechte, ACPHR) betrachtet ORFA die Religionsfreiheit als ein weit gefasstes und multidimensionales Konzept, das in allen Bereichen der Gesellschaft geschützt werden muss.

Die Religionsfreiheit steht an der Schnittstelle vieler Grundrechte, darunter die Meinungsfreiheit, die Gewissensfreiheit und die Versammlungsfreiheit. Religionsfreiheit ist weit mehr als nur die Freiheit der Religionsausübung; sie umfasst die Freiheit, die eigene Religion individuell und kollektiv im familiären, schulischen, wirtschaftlichen und kulturellen Bereich zu leben und zum Ausdruck zu bringen. 

Näheres:

https://orfa.africa/fact-sheet-nigeria-killings-in-the-context-of-terror-2020-2025/

https://orfa.africa/four-times-boko-haram-how-the-world-misreads-nigerias-violence/