Ein junger Mann in einem dunklen Raum, der mit gefalteten Händen und geschlossenen Augen in einer nachdenklichen oder betenden Pose steht. Der Hintergrund ist unscharf und zeigt schwaches Licht.

Gebetsanliegen

des Arbeitskreises Religionsfreiheit - Menschenrechte - Verfolgte Christen (AKREF)

Hier stellen wir tägliche Gebetsanliegen AKREF zur Verfügung. Die Gebetsanliegen können Sie auch kostenlos als PDF herunterladen. Den vierzehntägigen E-Mail-Dienst der Evangelischen Allianz können Sie hier (bitte nach unten scrollen) kostenlos bestellen.

Dr. Paul Murdoch

Redaktion

Aktuelle AKREF-Gebetsanliegen

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Heutiges Gebetsanliegen

28. Juli 2026

Belarus: Priester dürfen Dienst nicht fortsetzen

Seit Januar hat der oberste Regierungsbeamte für religiöse Angelegenheiten Aleksandr Rumak das Ersuchen der Bischöfe des Landes um Erlaubnis für mindestens zwölf katholische Priester aus Polen, weiterhin in Belarus zu dienen, abgelehnt. Die meisten sind bereits seit Jahren im Land tätig, Marian Szerszen seit 36 Jahren. Nicht genehmigte religiöse Betätigung durch Ausländer ist illegal und strafbar. Auch einige katholische Priester mit belarussischer Staatsangehörigkeit wurden gezwungen, das Land zu verlassen. 

Heutiges Gebetsanliegen

29. Juli 2026

Deutschland: Straffreiheit für Bus-Blockierer

Die Gemeinde der St.-Martini-Kirche in Bremen wurde von 30 Demonstranten im September 2025 an der Abfahrt des Reisebusses nach Berlin zum „Marsch des Lebens“ blockiert und konnte erst nach 1 ½ Std. abfahren. Die Demonstranten skandierten in Sprechchören Beleidigendes gegen den Pastor der Gemeinde und gegen Glaubensüberzeugungen der Gemeindeglieder, dazu verhöhnten sie den Herrn Jesus.  Die Gemeinde hatte Strafanzeige gestellt, die Staatsanwaltschaft erkennt darin aber keine „Verhinderungsblockade“.

Heutiges Gebetsanliegen

30. Juli 2026

Türkei: Wegen Bibellesen verhaftet

Das russische Paar Igor (32) und Wiktorija (35) besuchte die Hagia Sophia in Istanbul.  Der Mann habe seine mitgebrachte Bibel hervorgeholt und begonnen, daraus zu lesen. Sicher-heitskräfte umringten das Paar und führte es aus dem Gebäude. Später seien sie in ein Abschiebezentrum gekommen. Die Behörden ermitteln wegen „Anstiftung zu Hass und Feindseligkeit“. Die Hagia Sophia entstand im 6. Jahrhundert als größte Kirche der Christenheit. Staatspräsident Erdogan machte sie 2020 zur Moschee, zuvor war sie ein Museum. 

Heutiges Gebetsanliegen

31. Juli 2026

Iran: UN-Experten verurteilen Kirchen-Beschlagnahmung

Auf dem Gelände der presbyterianischen St.-Peter-Kirche in Teheran wohnten 20 vor allem einkommensschwache armenische und assyrische Familien, welche aufgefordert wurden, die Wohnungen zu räumen. Der Vorgang ist „kein Einzelfall“, sondern der Höhepunkt einer langen Reihe von Maßnahmen, die sich gegen die christliche Gemeinschaft richten. Früher gab es 50 protestantische Kirchen, sie wurden entweder geschlossen oder mussten das Abhalten von Gottesdiensten auf Persisch einstellen. 

Mindestens 79 Christen befänden sich in Haft. Einige seien unter Folter zu Geständnissen gezwungen worden. 

Heutiges Gebetsanliegen

01. August 2026

Iran: „Gefangene des Monats August 2026“

IGFM und IDEA haben die iranische Christin Zahra (Hannah) Gholami (36) benannt. Am 11.12.23 wurde die ehemalige Muslima bei einer Razzia in Shahriar festgenommen. Rund 30 Geheimdienstmitarbeiter stürmten den Gottesdienst ihrer Hauskirche, zu dem sich etwa zwei Dutzend Personen, darunter Familien mit Kindern, versammelt hatten. Im Februar 2024 wurde Gholami gegen Zahlung einer Kaution in Höhe von umgerechnet rund 18.500 Euro freigelassen. Trotzdem verurteilte sie das Gericht wegen der „Gründung“ und „Mitgliedschaft“ in einer „Gruppe oder Vereinigung mit dem Ziel, die nationale Sicherheit zu untergraben“. Als Strafe wurden zwei Jahre Haft verhängt. Hinter Gittern erkrankte sie und trat einen Hafturlaub an. Seit 29.06.26 befindet sich die Christin wieder im Gefängnis. Bitte beten Sie, das Gholami ihrem Heiland treu bleibt und freigelassen wird.

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02. August 2026

Pakistan: Keine Schuldigen des Lynchmordes

Shahzad Masih und seine schwangere Frau Shama Bibi, beide christliche Arbeitskräfte in einer Ziegelfabrik, wurden 2014 fälschlicherweise der Blasphemie beschuldigt und von einem Mob gelyncht. Anschließend wurden sie in einen Ziegelofen geworfen und bei lebendigem Leibe verbrannt. Die Polizei leitete Ermittlungen gegen Hunderte von Personen ein, darunter den Ziegeleibesitzer und den örtlichen Imam. Fünf Angeklagte wurden 2016 zum Tode verurteilt, weitere erhielten mildere Strafen. 2019 wurden zwei Todeskandidaten freigesprochen und nun hat der Oberste Gerichtshof die letzten drei freigesprochen. „Cecil & Iris Chaudhry Foundation“ kümmert sich um die Bildung und Betreuung der drei Waisenkinder.  

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03. August 2026

Deutschland: Generationenwechsel bei AKREF

Vor 25 Jahren begann Dr. Paul Murdoch als Gründungs-vorsitzender von AKREF die AKREF-Nachrichten zu verfassen, um so durch die EAD die Situation der bedrängten und verfolgten Christen bekannt zu machen. Ulrike Nyboer kam dazu, um aus den Nachrichten Gebetsanliegen zu verfassen, damit für unsere bedrängte Glaubensgeschwister informiert gebetet wird. In den letzten Jahren ist eine Gruppe von ehrenamtlichen Mitarbeitern entstanden, die dieses Herzensanliegen fördern. Inzwischen steht ein Generationenwechsel an. Betet, dass Gott neue Menschen beruft, die hier in den Riss treten.

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04. August 2026

Pakistan: Blasphemiefälle

Pakistanische Beamte berichteten vor einem parlamentarischen Ausschuss, dass die Mehrheit der 333 Blasphemiefälle, die in den vergangenen fünf Jahren in vier Provinzen registriert wurden, erfunden waren. Provinzbeamte räumten vor dem Ausschuss ein, dass persönliche Rachefeldzüge, Familienstreitigkeiten und andere private Konflikte häufig der Grund für Blasphemievorwürfe seien, die dann eskalierten. Beamte aus Punjab informierten den Ausschuss über ein neues Standardverfahren, das darauf abzielt, Massengewalt bei Vorfällen im Zusammenhang mit Blasphemie zu verhindern. Verpflichtend soll künftig ein islamischer Gelehrter zur Prüfung hinzugezogen werden.

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05. August 2026

Deutschland: Gewalt gegen Christen

Dorothea Schupelius, Vize-Politikchefin bei „Welt TV“, beklagt das Schweigen über Gewalt gegen Christen. In der Sendung „Meine Welt – Meine Meinung“ führte Schupelius unter anderem ein von Christen betriebenes Café in Leipzig an, das wegen Übergriffen schließen musste. Gewalt gegen Christen nehme in Deutschland rasant zu. „Diese Intoleranz gibt es aus dem linksextremen Milieu, die gibt es aber auch aus dem islamistisch geprägten Milieu.“ In Regensburg war ein Mann in einem Asylbewerberheim angegriffen worden, weil er eine Kreuzkette getragen hat. Darüber sollte gesprochen werden, denn das Christentum gehört zu Deutschland.“

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06. August 2026

Nigeria: Fulani-Extremisten töten 25 Christen

Mindestens 25 Christen, darunter ein zwei Monate altes Baby, wurden am 11./12. Juli bei verschiedenen Angriffen in der Region „Middle Belt“ in Nigeria getötet. Die von den jüngsten Angriffen betroffenen Familien fordern Sicherheit, medizinische Versorgung für die Überlebenden, Hilfe bei der Suche nach vermissten Angehörigen sowie Unterstützung für die vertriebenen Bewohner. Gemeindevorsteher fordern zudem die Bundes- und Landesbehörden auf, die Ergebnisse der Ermittlungen zu veröffentlichen, eine dauerhafte Sicherheitspräsenz in gefährdeten Dörfern aufrechtzuerhalten und sicherzustellen, dass Verdächtige vor Gericht gestellt werden.

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07. August 2026

Pakistan: Drei Jahre später - Kranfahrer verurteilt

Fast drei Jahre nach dem Pogrom gegen Christen in der pakistanischen Stadt Jaranwala (Provinz Punjab) hat ein Antiterrorgericht in Faisalabad einen muslimischen Kranfahrer, der Kirchen zerstört hat, verurteilt. Irfan Yousaf muss für seine Beteiligung an den Übergriffen für zehn Jahre in Haft. Am 16. August 2023 hatten radikale Muslime rund 26 Kirchengebäude und bis zu 90 Häuser von Christen zerstört. Vorausgegangen war ein Vorwurf der Blasphemie gegen zwei Christen, die später freigesprochen wurden. Christliche Zeugen waren während des Prozesses massiv eingeschüchtert worden. 

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08. August 2026

Oberägypten: Muslime greifen Kirche an

In Oberägypten haben Muslime in einem Dorf eine koptische Kirche angegriffen. Dabei wurden zwei Christen verletzt. Außerdem demolierten die Angreifer den Wagen des örtlichen Geistlichen. Die Polizei konnte die Lage beruhigen. Sie nahm vier Kopten und etliche Muslime fest. Die Christen kamen frei, nachdem sie ihre Anzeige gegen die Angreifer zurückgezogen hatten. Durch von der Polizei initiierte sogenannte „Versöhnungen“ werden die Täter vor Gerichtsurteilen geschützt. Diese Methode wird auch bei Zwangsislamisierungen und Entführungen von christlichen Mädchen angewandt.

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09. August 2026

Finnland: Päivi Räsänen - Einreise nach Großbritannien verweigert

Die finnische Politikerin und frühere Innenministerin Päivi Räsänen darf nicht nach Großbritannien einreisen. Der Oberste Gerichtshof Finnlands hatte Räsänen und den lutherischen Bischof Juhana Pohjola am 26. März mit einer knappen Mehrheit (3 zu 2) wegen „Hassrede“ zu Geldstrafen verurteilt. Grund war eine 2004 erschienene Kirchenbroschüre, in der Räsänen praktizierte Homosexualität aus biblischer Sicht als Sünde bezeichnete. Deshalb wird nun ihr und Bischof Pohjola die Einreise verweigert. Die Politikerin hat sich an das britische Innenministerium gewandt und schriftlich um Klärung gebeten. 

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