Gebetsanliegen

des Arbeitskreises Religionsfreiheit - Menschenrechte - Verfolgte Christen (AKREF)

Hier stellen wir tägliche Gebetsanliegen AKREF zur Verfügung. Die Gebetsanliegen können Sie auch kostenlos als PDF herunterladen. Den vierzehntägigen E-Mail-Dienst der Evangelischen Allianz können Sie hier (bitte nach unten scrollen) kostenlos bestellen.

Dr. Paul Murdoch

Redaktion

Aktuelle AKREF-Gebetsanliegen

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Heutiges Gebetsanliegen

27. Mai 2026

Indien: Drei baptistische Pastoren getötet

Im indischen Bundesstaat Manipur wurden am 13. Mai drei Baptistenpastoren der Kuki-Ethnie bei einem Hinterhalt auf einen Gemeindekonvoi getötet, mehrere weitere schwer verletzt. Laut Kuki-Angaben soll eine bewaffnete Naga-Gruppe verantwortlich sein. Die Region ist seit Monaten von ethnischen Konflikten geprägt. Behörden sperrten die Nationalstraße aus Angst vor weiterer Gewalt. Das Christliche Forum Nordostindiens verurteilte die Tat als Angriff auf Glauben, Leben und gesellschaftliche Versöhnung und fordert eine gründliche Untersuchung sowie besseren Schutz christlicher Gemeinden.

Heutiges Gebetsanliegen

28. Mai 2026

Afghanistan: Kein Ort ist Heimat

Afghanische Christen leben unter der Herrschaft der Taliban in ständiger Lebensgefahr. Obwohl die Taliban seit 2021 behaupten, es gebe keine Christen mehr, existieren weiterhin mehrere Tausend – jedoch völlig im Verborgenen. Hausdurchsuchungen, Kontrolle von Smartphones und Drohungen machen ein offenes Bekenntnis unmöglich. Viele versuchen zu fliehen, doch Ausreise, Schmuggelrouten und Visa sind teuer und riskant. Auch im Exil bleiben sie bedroht, oft ohne rechtlichen Schutz und mit Anfeindungen durch andere Afghanen. Laut afghanischen Christen endet die Angst selbst im Westen nicht; christlicher Glaube bedeutet für sie ein Leben in ständiger Wachsamkeit. Beten wir für diese Gläubigen.

Heutiges Gebetsanliegen

29. Mai 2026

VAE: Ökumenisches Friedensgebet in Dubai

In Dubai kamen am 29. April Christen aus sechs Konfessionen zu einer ökumenischen Friedensgebetswache in der katholischen Marienkirche zusammen. Die Initiative der „Gulf Churches Fellowship“ fand im Rahmen des Pastoralbesuchs von Bischof Paolo Martinelli statt. Unter den Teilnehmenden waren hoch-rangige Vertreter armenischer, äthiopischer, anglikanischer und orthodoxer Kirchen. Gemeinsam beteten sie das Nizäische Glaubensbekenntnis, hörten biblische Lesungen und Gebete. Bischof Martinelli betonte, Frieden sei ein Geschenk Gottes, das gepflegt und in der Gesellschaft verbreitet werden müsse, und rief zum Gebet für die Region und die staatlichen Behörden auf.

Heutiges Gebetsanliegen

30. Mai 2026

Finnland: Räsänen legt Berufung ein

Die finnische Abgeordnete Räsänen legt nach ihrer Verurteilung Berufung beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ein. Der Oberste Gerichtshof Finnlands hatte sie und Bischof Pohjola wegen „Hassrede“ zu Geldstrafen verurteilt, da eine Broschüre von 2004 praktizierte Homosexualität als Sünde bezeichnete. Laut Gericht verletzten einzelne Formulierungen die Würde Homosexueller. Räsänen sieht die Meinungsfreiheit bedroht und betont, ihre Aussagen seien aus Mitgefühl entstanden. ADF International warnt vor einer gefährlichen Entwicklung für die freie religiöse Rede in Europa.

Heutiges Gebetsanliegen

31. Mai 2026

Pakistan: Familie kämpft um Gerechtigkeit

Adan Sabir (19) wurde 2025 von Usman Ali entführt. Sie hatte seinen Heiratsantrag abgelehnt. Ali legte dem Gericht eine gefälschte Heiratsurkunde vor und behauptete, sie sei zum Islam konvertiert und habe ihn aus freiem Willen geheiratet. Nach Prüfung durch den Obersten Gerichtshof konnte Sabir zu ihrer Familie zurückkehren. Nachdem sie sich mit einem christlichen Mann verlobt hat, begann Ali eine Terrorkampagne. Er soll Schüsse auf das Haus der Familie abgefeuert haben und benutzt digitale Mittel, um sie aufzuspüren und zu bedrohen. Die Familie zieht seither alle paar Tage von Ort zu Ort, um zu überleben.

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01. Juni 2026

VR China: Als „Gefangene des Monats Juni 2026“

benennen IGFM und IDEA die chinesische Christin Zhang Wenying. Ein Gericht in Kaili verurteilte die Pastorin der Siebenten-Tags-Adventisten 2021 zu zwölf Jahren Haft; drei weitere Gemeindeleiter erhielten drei bis sechs Jahre. Behörden deuteten ihre Spendensammlungen für Gemeindearbeit als Wirtschaftsdelikte und beschlagnahmten das Kirchenvermögen. Adventisten sind in China nicht verboten und haben sich bereits 1951 der staatlich kontrollierten protestantischen Drei-Selbst-Kirche angeschlossen. Bitte beten Sie für die sofortige Freilassung der Pastorin und der anderen Inhaftierten.

Heutiges Gebetsanliegen

02. Juni 2026

Nigeria: Entführte Lehrkräfte und Schulkinder

 „Lasst uns für die Freilassung der in den Schulen von Ogbomoso entführten Geiseln beten“, appellierte Bischof Emmanuel Badejo von Oyo im gleichnamigen Bundesstaat im Südwesten Nigerias, an der Grenze zu Benin, an die Gläubigen. Laut nigerianischer Polizei wurden bei dem Angriff zwei Menschen getötet und mindestens 45 Schüler und Schülerinnen, ein Schulleiter und 7 Lehrkräfte entführt. Laut dem Gouverneur hat der zunehmende Druck auf islamistische Gruppen im Nordosten Nigerias diese dazu veranlasst, in andere Regionen auszuweichen.

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03. Juni 2026

Deutschland: Bibeln in einer Kirche angezündet

In der katholischen St. Christophorus-Kirche in Delmenhorst haben unbekannte Täter Bibeln und Gesangbücher in Brand gesetzt. Laut Polizeiangaben legten sie die Bücher auf einem Tisch zusammen und steckten sie an. Ein Organist habe die Rauchentwicklung bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Der Schwelbrand konnte rechtzeitig gelöscht werden. Die Polizei in Delmenhorst geht nicht von einem politischen Hintergrund aus und sucht nach möglichen Zeugen. Die Höhe des Schadens wird auf etwa 2.500 Euro geschätzt.

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04. Juni 2026

Uganda: Einem Neubekehrten die Hände abgehackt

Kalegeya Faruku, 40, aus Jinja, im Osten Ugandas, hatte im März Christus angenommen. Muslimische Verwandte schnitten ihm am 17. April in seinem Elternhaus wegen seines neuen Glaubens die Hände ab, während sie islamische Schriftstellen rezitierten. Sie transportierten ihn später etwa fünf Kilometer weit weg und ließen ihn schwer verletzt an einer Kreuzung liegen. Sein Vater, Lubega Issa, rechtfertigte den Angriff mit den Worten: „Das ist es, was die Scharia uns vorschreibt, mit denen zu tun, die die Religion Allahs ablehnen.“ Dies war der jüngste von vielen Fällen der Verfolgung von Christen in Uganda.

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05. Juni 2026

China: Christliche Verleger leiden in der Haft

Chang Yuchun und seine Frau Li Chenhui befinden sich weiterhin unter brutalen Bedingungen in getrennten Gefängnissen in der Stadt Xi’an in der chinesischen Provinz Shaanxi. Das Ehepaar war 2015 in Xi’an am Druck christlicher Literatur und Materialien beteiligt. Im Juli 2020 wurden sie verhaftet und ihr Unternehmen geschlossen. Die Staatssicherheit beschlag-nahmte mehr als 210.000 christliche Bücher. 2021 wurden sie wegen des illegalen Drucks von Materialien ohne die erforderlichen Lizenzen verurteilt. Im Gefängnis mussten sie seither Folter, Hunger und andere harte Behandlungen erdulden.

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06. Juni 2026

Nordirland: Pastor wegen Predigt verurteilt

Ein pensionierter baptistischer Pastor aus Nordirland ist wegen einer Predigt in der Nähe eines Krankenhauses, das Abtrei-bungen vornimmt, verurteilt worden. Der ehemalige Präsident der Vereinigung der Baptistengemeinden in Irland, Clive Johnston, wurde vom Amtsgericht wegen Verstoßes gegen das Abtreibungsdienste-Gesetz von 2023 für schuldig befunden und zu einer Geldstrafe verurteilt. Er hatte 2025 vor dem nahe der Stadt gelegenen Causeway-Krankenhaus innerhalb einer sogenannten Schutzzone gepredigt, dabei Joh 3,16 zitiert und mit keinem Wort auf das Thema Abtreibung Bezug genommen.

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07. Juni 2026

Spanien: Medien zeichnen Zerrbild der Evangelikalen

Die Spanische Evangelische Allianz (AEE) hat die Medien des Landes zu einer sachlichen und differenzierten Bericht-erstattung über evangelische Glaubensgemeinschaften aufgerufen. In einer am 8. Mai veröffentlichten Erklärung beklagt sie eine häufig vereinfachende, karikierende und pauschal abwertende Darstellung. Anlass der Stellungnahme sei z.B. die Berichterstattung über die evangelistische Großveranstaltung „The Change“ in Madrid mit über 35.000 Besuchern. Mit Sorge nimmt die AEE zudem die Tendenz wahr, das Wahlverhalten der Evangelikalen pauschal dem rechten oder rechtsextremen Lager zuzuordnen.

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08. Juni 2026

Kongo: IS zunehmend aktiv

Bei mehreren bewaffneten Überfällen wurden 80 Christen von Islamistischen Terroristen getötet. Ein aktueller Bericht hob die „weitreichende Brutalität“ hervor, die von der ISCAP ausgeübt wird, darunter Massenmorde, Zwangsarbeit, Folter, Misshandlung und sexuelle Gewalt. In einer öffentlichen Erklärung des Islamischen Staates hieß es: „Die Anbeter des Kreuzes sollen wissen, dass sie keine Sicherheit haben, es sei denn, sie unterwerfen sich freiwillig oder zahlen die Jizya in Demütigung.“

Heutiges Gebetsanliegen

09. Juni 2026

Armenien: Erneutes Gerichtsverfahren gegen Wehrdienstverweigerer

Ivan Michailow, Mitglied der christlichen Gemeinschaft der Molokanen, die nur die Bibel als Quelle der Lehre anerkennt und Kriegsdienst strikt ablehnt, steht erneut wegen Wehrdienstverweigerung vor Gericht. Die Verhandlung wird aus verschiedenen Gründen immer wieder vertagt. Der Baptist Davit Nazaretyan verbüßt derzeit eine zweijährige Haftstrafe. Die Wehrersatzdienstkommission lehnte 2023 seinen Antrag ab. Seine Haftzeit läuft im August ab. Es ist unklar, ob Davit nach Ablauf seiner Haftzeit erneut einberufen wird.

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