01.12.2024

China: Pastor und seine Frau wegen Mission hinter Gittern

Sie gründeten eine Hausgemeinde und evangelisierten

Eine Gruppe von Menschen steht in einem Raum und singt oder betet. Einige Personen haben die Hände erhoben, während andere aufmerksam zuhören. Der Raum ist hell erleuchtet und hat Fenster mit Vorhängen. Es gibt Stühle und einen Projektor im Vordergrund.

Foto als Beispielbild einer kleinen Gemeinde

Frankfurt am Main/Wetzlar (IDEA) – Als „Gefangene des Monats Dezember 2024“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und IDEA den Pastor Kan Xiaoyong und seine Frau Wang Fengying in der Volksrepublik China benannt. Der 66-jährige und seine 64-jährige Gattin befinden sich seit dem 20. Oktober 2021 in Haft. Sie wurden bei einer Razzia in ihrem Haus in der nordostchinesischen Hafenstadt Dalian festgenommen. Im Jahr 2018 hatten der ehemalige Geschäftsmann und die frühere Lehrerin eine Hauskirchen-Gemeinde gegründet. Sie widmen sich seither der Evangelisation. Die Behörden unter der kommunistischen Führung werfen ihnen die „Gründung und Nutzung von Sektenorganisationen“ vor, wodurch sie die Durchsetzung von Gesetzen sabotiert hätten. Außerdem hätten sie sich illegaler Geschäfte schuldig gemacht. Zwischen Mai und Oktober 2023 standen die Eheleute vor Gericht. Während des Prozesses berichteten sie, dass sie gefoltert worden seien. Am 12. Januar 2024 wurden der Pastor zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt und seine Frau zu vier Jahren. Auf diese Weise kriminalisiert das kommunistische Regime diejenigen Christen, die sich weigern, sich staatlich kontrollierten Organisationen anzuschließen. IGFM und IDEA bitten darum, schriftliche Appelle an den chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping zu richten. Er soll sich für die umgehende Freilassung des Ehepaars einzusetzen. In der rund 1,4 Milliarden Einwohner zählenden Volksrepublik leben nach Schätzungen bis zu 130 Millionen Christen.

 

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