06.07.2026
Iran: Weitere beunruhigende Informationen
(IGFM) Am Montag, dem 29. Juni, fanden in verschiedenen Teilen des Iran mindestens vier Protestaktionen statt. Einige Landwirte protestierten gegen die Wasserkrise, während Fahrer vor dem Präsidentenpalast demonstrierten und Arbeiter im Norden des Landes ausstehende Löhne einforderten. Proteste wie diese finden täglich in verschiedenen Teilen des Iran statt und betreffen ein breites Spektrum von Arbeitnehmern. Die Arbeitsbedingungen im Iran sind hart und die instabile Wirtschaftslage zwingt die Menschen dazu, noch härter zu arbeiten, während die Inflation außer Kontrolle gerät.
Im Iran werden nach wie vor viele Zivilisten ohne Grund festgenommen und müssen auf ihr Verfahren und ihren Prozess warten. Dieser Druck lastet sowohl auf den Gefangenen als auch auf ihren Familien. Viele Gefangene werden von den Gefängnisbehörden vernachlässigt und erhalten keine medizinische Versorgung. Dadurch verschlimmert sich ihr ohnehin kritischer Gesundheitszustand weiter.
Opfer der Islamischen Republik:
In der Nacht des 8. Januar tanzte der 38-jährige Siyavash Shirzad mit einer Gruppe kurdischer Jugendlicher rund um den Poonak-Platz in Teheran, als plötzlich das Feuer auf die Gruppe eröffnet wurde, dabei starben zweiundzwanzig junge Menschen und Siavash verletzt wurde. Er starb aufgrund mangelnder Versorgung und starken Blutverlusts.
Regimeschergen der Islamischen Republik haben am Freitag, dem 25. Juni 2026, im Erholungsgebiet in Kerman auf den 19-jährigen Amir-Mohammad Kazemi geschossen. Die Kugel traf ihn am Kopf und er erlag seinen Verletzungen. Der Beschuss erfolgte nach offiziellen Angaben, weil angeblich die Lautstärke der Musik in seinem Auto während des heiligen Monats der Schiiten (Muharram) zu hoch eingestellt war.