14.07.2026

Ägypten: Christen werden im Fußball ausgegrenzt

CSI: In 50 Jahren spielten nur sechs Kopten in den wichtigsten Clubs

München/Kairo (IDEA) – In Ägypten werden Christen im Fußball stark benachteiligt. Darauf hat die christliche Menschenrechtsorganisation „Christian Solidarity International“ (CSI/München) anlässlich der Fußballweltmeisterschaft aufmerksam gemacht. Die ägyptische Nationalmannschaft war im Achtelfinale an Argentinien gescheitert. Laut CSI machen koptische Christen rund zehn Prozent der rund 120 Millionen Einwohner aus, aber in der Nationalmannschaft spiele kein einziger Christ. Selbst in den ägyptischen Clubmannschaften gebe es nur einen koptischen Kicker. Christliche Fußballer würden systematisch aus den Kadern ausgeschlossen. So habe der El Minya Sports Club einen Spieler aufgefordert, zum Islam überzutreten, bevor er spielen dürfe. Die Menschenrechtsorganisation „Coptic Solidarity“ hat laut CSI allein 25 verschiedene Fälle aufgelistet, in denen christliche Fußballer wegen ihres Glaubens diskriminiert wurden. In den letzten 50 Jahren hätten es nur sechs koptische Fußballer geschafft, in einem der wichtigsten Clubs mitzuspielen. CSI-Geschäftsführer ist Pfarrer Peter Fuchs. Die Organisation ist in 16 Ländern tätig und befasst sich unter anderem mit dem Thema Christenverfolgung.