23.08.2026

Ukraine: Gemeinsam erinnern, gemeinsam handeln

In Gedenken an Oleh (✝ 59): Einladung zum Unabhängigkeitstag der Ukraine & der Aufführung "Frauen im Dunkeln"

(IGFM) Oleh Kotov (✝59) wurde ohne Anklage und ohne Verurteilung in verschiedenen Gefängnissen in den besetzten Gebieten der Ukraine und in Russland festgehalten. Als schwerkranker Mann verließ er Anfang Juni 2026 das Gefängnis und kehrte in die Ukraine zurück. Ende Juli starb er an den Folgen seiner Krebserkrankung. Fest steht auch, dass er während seiner Haftzeit nicht angemessen medizinisch behandelt wurde.

„Ich empfinde weder Groll noch Verbitterung. Aber dieses Böse muss besiegt werden.“ Dies waren einige seiner letzten Worte. Wir hatten zuvor seine Freilassung gefordert und uns für ihn eingesetzt, als er sich in russischer Gefangenschaft befand.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte spricht Olehs Familie und seinen Angehörigen ihr tief empfundenes Beileid aus und wünscht ihnen viel Kraft und Trost in dieser schweren Zeit. 

Es sind insgesamt circa 16.000 ukrainische Zivilisten, die Opfer von Verschleppung durch die russische Okkupationsmacht sind. Wir denken weiter an sie und kämpfen weiter für Ihre Freilassung. Jeder einzelne der Zivilisten ist ein Opfer des putinistisch-russischen Imperialismus, der die Unabhängigkeit der Ukraine nicht akzeptieren will. Sie könnten alle in Freiheit leben, wenn Russland nicht die Ukraine überfallen hätte. 

Dafür setzen wir uns weiterhin ein und appellieren an Sie, sich gemeinsam mit uns für die Freilassung der Zivilisten einzusetzen. Nach meiner letzten Reise in die Ukraine vor wenigen Wochen, bei der wir mit einem kleinen Team von drei Freiwilligen, Fahrzeuge und Hilfsmaterial in den Westen des Landes und nach Kyiv und Charkiw bringen konnten, ist mir erneut bewusst geworden, warum es so wichtig ist, die Ukraine zu unterstützen:

Die Ukraine verteidigt sich, Europa und alle von Russland bedrohten Staaten vor Angriff, Okkupation, Russifizierung und Auslöschung. Täglich bezahlen ukrainische Soldaten und Zivilisten dafür mit ihrem Leben. Wir stehen daher fest an der Seite der Freiheit.

An diesem Montag steht nun der Unabhängigkeitstag der Ukraine an, zu dem wir Sie zu einer Kundgebung auf dem Frankfurter Römer einladen. Und auch in vielen anderen Städten in Deutschland finden Veranstaltungen statt.

Besuchen Sie gerne diese Veranstaltungen und zeigen Sie somit Ihre Solidarität mit der Ukraine.