24.07.2026

Nigeria: Extremisten entführen die Frau eines Pastors und ihre drei Kinder

ICC-Nachrichten & Berichte - Islamistische Terroristen, bei denen es sich vermutlich um Mitglieder von Boko Haram oder der „Provinz des Islamischen Staates in Westafrika“ (ISWAP) handelt, haben am Samstag, dem 18. Juli, entlang der Autobahn zwischen Maiduguri und Damasak im Nordosten Nigerias die Frau eines Pastors und ihre drei Kinder entführt.

Die Familie von Pastor Moses Guguma war auf dem Weg zu ihm nach Damasak, als die Bewaffneten ihr Fahrzeug anhielten.

Damasak liegt im nördlichen Bundesstaat Borno in der Nähe des Tschadseebeckens, etwa 100 Meilen von Maiduguri, der Hauptstadt des Bundesstaates, entfernt. Die umliegende Region war während des langjährigen Konflikts Nigerias mit Boko Haram und dessen Splittergruppen wiederholt Schauplatz von Angriffen, Entführungen und Vertreibungen.

Die Familie des Pastors war mit einem Nutzfahrzeug von Maiduguri nach Damasak unterwegs, wo Pastor Guguma die Gemeinde der „Church of Christ in All Nations“ (COCIN) leitet. Das Fahrzeug wurde am Nachmittag in der Nähe eines Militärkontrollpunkts im Dorf Kareto im Verwaltungsbezirk Mobbar im Bundesstaat Borno angehalten.

„Die Bewaffneten befahlen der Frau des Pastors und ihren Kindern, das Fahrzeug zu verlassen, erlaubten dem Fahrer und den anderen Insassen jedoch, ihre Fahrt fortzusetzen, da sie alle Muslime sind“, berichtete ein Augenzeuge gegenüber International Christian Concern (ICC). „Sie brachten die Frau des Pastors und ihre drei Kinder in den Busch, doch die nigerianische Armee konnte nichts unternehmen. Er sagte, der Ort liege in der Nähe eines Kontrollpostens der nigerianischen Armee.“

Pastor Guguma erklärte, die Fahrt habe dazu dienen sollen, die Familie nach tagelanger medizinischer Behandlung im Krankenhaus wieder zu vereinen. Der Pastor bat die Öffentlichkeit, für die Rückkehr seiner Frau und seiner Kinder zu beten.

Gemeindemitglieder sagten, die Frau und die Kinder des Pastors seien wegen ihres Glaubens entführt worden. Sie fügten hinzu, dass die Extremisten oft ein hohes Lösegeld fordern oder jeden Gefangenen töten, der sich weigert, zum Islam zu konvertieren. Zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung wurde noch kein Lösegeld gefordert.