27.06.2026
Usbekistan: Christenverfolgung wird immer mehr
(Licht im Osten) Folgender Bericht hat uns erreicht: „In Usbekistan er-eignete sich bei Pastor Gennadi (Name geändert) folgender Vorfall: Eine junge Frau, eine Usbekin und Mutter von drei Kindern (nennen wir sie Suchra), kam zum Glauben an Jesus Christus. Sie wurde aus ihrem Haus vertrieben, aber wohin sollte sie gehen? Sie lebte zwar in einer anderen Stadt, doch die Welt ist klein, besonders die christliche. Man riet ihr, sich an Pastor Gennadi zu wenden. In dessen Haus versammelte sich eine kleine christliche Gemeinde. Als Gennadi von Suchras Situation erfuhr, wandte er sich an den Frauenschutz-dienst in der Hauptstadt Taschkent mit der Bitte, Suchra aufzunehmen. Als diese Organisation jedoch er-fuhr, dass Suchra von ihren Verwandten wegen ihres christlichen Glaubens verfolgt wird, lehnte sie es entschieden ab, sie in ihrem Frauenhaus aufzunehmen. Dabei ist es eine offizielle Einrichtung, die genau solchen Frauen helfen soll. Man sagte dem Pastor, dass man Suchra gerne aufnehmen würde, wenn sie lediglich geschlagen und aus dem Haus vertrieben worden wäre. Bei einer Vertreibung aus Glaubensgründen wollten sie sich jedoch nicht einmischen. Da könnten nämlich die Verwandten auftauchen und Krawalle machen. Das könnte unangenehm werden. Die Verwandten tauchten tatsächlich auf, allerdings im Haus von Pastor Gennadi. Sie brachten den Chef der Mahalla (lokale Verwaltung), den Bezirkspolizisten, die Mutter der jungen Frau, ihr dreijähriges Kind und den Bruder ihres Mannes mit. Diese ganze Horde begann, die junge Frau mit dem Kopf gegen die Wand zu schlagen, wobei die eigene Mutter besonders aktiv war. Das gesamte Geschehen wurde von dem hilflosen dreijährigen Kind beobachtet, das unaufhörlich schrie. Als der Pastor einschreiten wollte, hielt ihn der Bezirkspolizist mit Gewalt zurück und warnte ihn, sich nicht einzumischen. Es sei eine fremde Familie, die sollten ihre Angelegenheiten selbst regeln. Offenbar war der Bezirkspolizist an solche Auseinandersetzungen gewöhnt. Allerdings fiel bei dieser Gewaltorgie die prügelnde Mutter plötzlich in Ohnmacht … Die zusammengeschlagene Suchra wurde ins Haus des Mullahs gebracht und in einem Zimmer eingeschlossen.
Am nächsten Morgen sollte das Eheschließungsgebet über sie gesprochen werden. Die Mutter hatte nämlich mit dem Mullah vereinbart, dass er Suchra zu seiner zweiten Frau nehmen sollte, da Suchras Ehemann nicht mehr mit ihr leben wollte. So würde der Mullah Suchra von ihrem falschen Glauben heilen. Doch am nächsten Morgen liefen dem Mullah zehn teure Schafböcke weg. Ein Schafbock kostete 10.000 Dollar. Ich hätte nie gedacht, dass Schafböcke so viel Geld kosten können … Zehn Schafe sind ein Vermögen, sie wurden zu Zuchtzwecken gewerbsmäßig gehalten. In der Nacht, in der unsere Glaubensschwester gewaltsam zum Mullah gebracht und eingeschlossen wurde, verschwanden die Böcke spurlos. Der Mullah folgerte daraus, dass Allah ihn auf diese Weise für Suchra bestrafte. Er holte eilig den Schlüssel, öffnete die Tür und ließ die junge Frau gehen. Sie zog in ein Nachbarland weg.
➢ Bitte beten Sie für sie. Gepriesen sei Gott, der seine Kinder auf so erstaunliche Weise beschützt.“