07.08.2007
Großbritannien: Bericht über das Unterrichten des Islam an Universitäten
22.06.2007 - Ein neuester Bericht der Regierung über das Unterrichten des Islams an Britischen
Universitäten verdeutlicht einen weiteren Schritt hin zur Islamisierung Grossbritanniens und
dessen Schulsystem. Premierminister Tony Blair hatte den Bericht am 4. Juni 2007 an der
Eröffnung der Konferenz "Islam und Muslime in der heutigen Zeit" vorgestellt, welche von der
Cambridge University gesponsert wurde. Sollten die Empfehlungen in diesem Bericht
ausgeführt werden, wird die Bildung mehr und mehr von den Moslems geprägt werden, die die
nächste Generation erziehen und formen werden. Dies wäre ein weiterer Schritt zur Etablierung
des Islams als Staatsreligion in Grossbritannien.
Der Report wurde von Bill Rammel lanciert, dem Staatsminister für das Hochschulwesen
(Higher Education and Lifelong Learning) im Departement für Bildung (Department for
Education and Skills, DfES). Rammell beauftragte Dr. Ataullah Siddiqui,
Forschungsbeauftragter an der Islamischen Stiftung in Leicester und Leiter des Markfield
Instituts für Hochschulbildung, den Bericht zu schreiben.
Es ist bekannt, dass die Islamische Stiftung ein muslimisches Institut ist, das von hochrangigen
Mitgliedern der Pakistanischen islamischen Partei Jama´at-i-Islami gegründet wurde. Auf die
Frage des House of Commons nach möglichen Verbindungen zwischen Ataullah Siddiqui und
der Jama´at-i-Islami antwortete Rammel jedoch, dass Dr. Siddiqui ihm unbedingt versichert
hätte, keinerlei Verbindung zur Jama´at-i-Islami Partei zu haben. Er behauptete auch, dass weder
die Islamische Stiftung noch Markfield als Organisationen Verbindungen zur Jama´at-i-Islami
haben. Dies macht deutlich, dass Rammell nicht versteht, auf welche Weise die Islamisten die
"Verstellung" (taqiyya) gebrauchen, um ihre wahren Ziele zu verheimlichen und moderat und
liberal zu erscheinen.
Einige der Empfehlungen des Berichts sind:
1. Universitäten sollen muslimische Dozenten anstellen, die Islamische Theologie
unterrichten: "Die Studenten sollen die Möglichkeit erhalten, von kompetenten und traditionell
ausgebildeten islamischen Lehrpersonen zu lernen, zumindest was die Teile des Lehrplans
betrifft, in denen es um die alltägliche Ausübung des Islams geht.
2. Alle Universitäten müssen muslimische Geistliche oder Berater einstellen für die
Betreuung der wachsenden Zahl an muslimischen Studenten an den Hochschulen. Mehr
Gebetsräume für Muslime sollen eingerichtet werden.
3. Islamische Studentenvereinigungen sollen anerkannt und unterstützt werden.
4. Die Universitäten sollen mit islamischen Schulen und Colleges (dar-al-ulum)
zusammenarbeiten, um die Spaltungen zwischen der britischen Gesellschaft und den
muslimischen Gemeinschaften zu überwinden. Universitäten sollen Madrassas und Dar-al-urum
unterstützen, weil diese eine Schlüsselrolle spielen in den muslimischen Gemeinschaften
allgemein und in der Ausbildung von zukünftigen Anführern, welche Hochschulqualifikationen
benötigen.
5. Islamische Studiengänge sollen den Studierenden Türen öffnen zu möglichen
Arbeitsstellen im Schulwesen, in Kaplansämtern oder im Islamischen Bankwesen.6. Universitäten sollen zusätzliche Module in Islamischen Studien für alle Studierenden
anbieten.
7. Alle Universitäten sollen Wegleitungen erhalten zum Freitagsgebet, zum Ramadan und
zu Halal-Speisen. Alle Angestellten der Universitäten müssen Aufklärungskurse über den Islam
besuchen.
Eine Analyse dieser Empfehlungen zeigt, dass der Bericht in Wahrheit eine privilegierte
Stellung für den Islam an den Universitäten anstrebt. Er zielt anscheinend darauf ab, die
Studiengänge des Islams in Grossbritannien in ein muslimisches Monopol zu verwandeln, eine
muslimische Enklave, in welcher ein Grossteil der Lehrbeauftragten und Studierenden Muslime
sind. Es scheint weiter vorausgesetzt zu werden, dass nicht-muslimische Dozenten den Islam
nicht unterrichten dürfen, da sie die Grundsätze des Islam bezüglich der Offenbarung und der
göttlichen Autorität des Korans und Hadith nicht widerspruchslos akzeptieren. Falls diese
Grundsätze akzeptiert werden, wird der Lehrkörper nur aus Moslems und islamischen Dozenten
bestehen. Wahrscheinlich werden die Lehrerschaft, die Lehrmethoden und die zulässigen
Forschungsgebiete und Veröffentlichungen der Zensur unterstellt werden.
Moslems kämpfen schon lange für eine Islamisierung aller westlichen akademischen
Studiengänge. Dies soll durch die Einführung von islamisch geprägten Konzepten in allen
Wissensbereichen erreicht werden. Ziel ist es, die islamische Vorherrschaft in sämtliche
Bereiche auszudehnen. Das ganze westliche Hochschulsystem soll islamisiert werden, da es
durch christliche und heidnische Einflüsse verdorben sei.
Die Erstarkung islamischer Studentenverbindungen, die einer radikal-islamischen, Wahhabi
Ideologie nacheifern, fördert dieses Ziel der Islamisierung. Diese Verbindungen haben oft eine
stark anti-westliche, pro-islamische, und oft auch anti-semitische Haltung in vielen Bereichen.
Viele muslimische Studenten werden während ihrer Studienzeit von diesen Verbindungen
geprägt.
Falls diese Empfehlungen umgesetzt werden, wie es der Regierung vorhat, werden die
islamischen Studiengänge an den Universitäten zwangsläufig intoleranter und radikaler werden.
Die akademische Meinungsfreiheit wird eingeschränkt sein. Wenn die Studiengänge einmal
vollständig islamisiert sind, wird es nur wenig Raum geben für kritisches Fragen, Zweifeln und
Argumentieren, die Dinge, welche die Schlüssel zum Fortschritt in der Wissenschaft sind. Es
wird nicht möglich sein, die Autorität des Prophet Mohammed und des Korans in Frage zu
stellen. Dies wäre eine beunruhigende Abwendung vom akademischen Prinzip der
unvoreingenommenen wissenschaftlichen Untersuchungen. Britische Universitäten werden in
einer ähnlich traurigen Lage sein wie die Universitäten in der islamischen Welt. So beschreibt
sie Shabbir Akhtar, ein bekannter britisch-muslimischer Akademiker und Autor, der während
drei Jahren an der internationalen islamischen Universität Malaysia unterrichtet hat. Aufgrund
der Erfahrungen, die er dort gemacht hat, steht er nun dem Islam als politische Ideologie kritisch
entgegen. Die malaysische Universitätsleitung sah im Westen den bösen Feind des Islam, von
welchem muslimische Akademiker sicherlich nichts lernen könnten, da Gott schon alle
Wahrheit im Islam offenbart hätte. Akhtar erlebte, dass die Studenten und die Fakultät in
islamischen Universitäten besessen sind davon, den Islam gegen westlich-christliche und
säkular-liberale Denkmuster zu verteidigen. Sie hatten keinen Sinn für Geschichte und glaubten
alle islamischen theologischen Dogmen und Behauptungen, ohne sie in Frage zu stellen.
Übersetzung: AKREF/MB