27.12.2007

Turkmenistan: Baptistenprediger muss sein Heimatland verlassen


AKREF / JJ - 6. Dezember 2007 - Nach seiner Freilassung aus dem Gefängnis anlässlich der
Amnestie zum Ende des moslemischen Fastenmonats Ramadan ist es Wiatscheslav Kalatevsky
nicht gelungen, ein Visum zu erhalten, um mit seiner Familie in seiner Geburtsstadt
Turkmenbashi bleiben zu können. Er leitet dort eine nicht registrierte Baptistengemeinde. Da
Kalataevsky zum Zeitpunkt der Auflösung der Sowjetunion in der Ukraine gelebt hat, gilt er als
ukrainischer Staatsbürger. Die zuständigen Beamten haben sich geweigert, eine Erklärung für
die Verweigerung der Aufenthaltserlaubnis zu geben. "Alles, was mir seit 2001 zugestoßen ist,
hat mit meinem Dienst als Christ zu tun", erklärte Kalataevsky gegenüber Forum 18. Er muss
das Land bis 11. Dezember verlassen und hat schon einen Flug nach Moskau gebucht. Kalataevsky erklärte weiter: "Es ist eine Schande. Ich hatte gehofft, mit meiner Frau und meinen
Kindern hier bleiben zu können. Ich wurde hier geboren und auch meine Eltern und mein
Bruder leben hier." Die Einwanderungsbehörden haben ihm geraten, dass seine Frau Valentina
ihn offiziell zur Rückkehr einladen soll, doch es ist ungewiss, wie die Behörden auf eine solche
Einladung reagieren werden.
Quelle: Forum 18 News Service, Oslo