15.03.2007

Evangelikale gründen Netzwerk für Religionsfreiheit

Amsterdam/Niederlande, 15.03.2007/APD Elf evangelikale Menschenrechtsorganisationen,
die sich für die Religionsfreiheit einsetzen, haben Anfang März während einer Konferenz in Amsterdam (Niederlande) das Netzwerk "Partnerschaft für Religionsfreiheit" (The Religious
Liberty Partnership) gegründet. Mit dem Netzwerk, dem auch die Weltweite Evangelische
Allianz (WEA) angehört, sollen neue Wege der Zusammenarbeit gefunden werden, um den
verfolgten Christen und Kirchen wirkungsvoller zu helfen zu können.
Den Vorsitz der neuen Organisation hat Merwyn Thomas von der in Grossbritannien
ansässigen Menschenrechtsorganisation "Christian Solidarity Worldwide" (CSW). Das
Netzwerk sieht jährliche Sitzungen vor. Zwischen den Sitzungen wird eine fünfköpfige
Arbeitsgruppe die verschiedenen Aufgaben koordinieren und leiten. In diesem Ausschusses
arbeiten Vertreter der Weltweiten Evangelischen Allianz, Open Doors, Stimme der Märtyrer,
Christian Solidarity Worldwide (CSW) und Christian Solidarity International (CSI) mit.
Der Direktor der Kommission für Religionsfreiheit der WEA, Johan Candelin, sagte an der
Gründungssitzung: "Das ist ein historischer Tag. Nie zuvor hat es eine derartige
Zusammenarbeit zwischen den wichtigsten evangelikalen Organsationen gegeben, die sich für
die verfolgten Christen und Kirchen einsetzen. Dieses Netzwerk wird den Beteiligten eine
wirkungsvollere Tätigkeit ermöglichen, allfällige Doppelarbeiten vermeiden sowie Recherche
und Informationsaustausch verstärken.
Nach Angaben von Candelin stellt die Schaffung des Netzwerkes "nicht nur einen grossen
Sieg für die Mitgliederorganisationen, sondern vor allem für die verfolgten Christen und
Kirchen sowie für die Freikirchen dar, die zusammenarbeiten wollen "
Während der Tagung wurde auch eine Grundsatzcharta (Charter of Best Practice) formuliert,
die den vernetzten Organisationen als Basis der Zusammenarbeit dient. Die Charta
ermögliche eine offene Kommunikation innerhalb des Netzwerkes, auch zur Vermeidung von
Gerüchten, die den verfolgten Kirchen schaden könnten.
Das Netzwerk "Partnerschaft für Religionsfreiheit" stehe weiteren Organisationen offen, die
sich für die religiöse Freiheit und gegen religiöse Intoleranz einsetzen, sagte der
Netwerk-Koordinator Brian O´Connell. Mit einer Erweiterung des Netzwerkes könnte der
leidenden Kirche noch besser Hilfe zugute kommen.
Das nächste Jahrestreffen ist für März 2008 in Zürich (Schweiz) geplant.
Die Weltweite Evangelische Allianz (WEA) ist eine Dachorganisation von nationalen
Allianzen sowie Werken und repräsentiert etwa 420 Millionen evangelikale Christen in 128
Staaten.