19.11.2007

Palästinensergebiete: Christen bleiben unter Druck standhaft

(Open Doors) - 09. November 2007– Die Christen in Bethlehem und im Gazastreifen sind
immer mehr extremistischen Muslimen ausgesetzt, die sie als Dhimmis in einen
eingeschränkten Rechtsstatus, bzw. als Bürger zweiter Klasse, zurücksetzen möchten. Die
Christen erhalten von der palästinensischen Autonomiebehörde keinerlei Beistand in ihrer
Situation.
Der Mord vom 7. Oktober an Rami Ayyad, dem Leiter des Buchladens der Bibelgesellschaft in
Gaza, hat die christliche Minderheit schwer entmutigt. Islamistische Gruppierungen werden
Christen gegenüber immer brutaler. Die Christen haben das Gefühl, dass sich ihre Situation
verschlimmert.
Mitten in dieser Welle der Gewalt berichtet ein Christ: „Ein Mann hatte sich zum Christentum
bekehrt, zögerte jedoch sich taufen zu lassen. Nach dem Mord an unserem Bruder Rami sah er
wie sich die Täter freuten, weil sie dachten, Gott damit gedient zu haben. Als dieser
Neubekehrte uns für die Mörder beten sah, entschloss er sich zur Taufe. Die Christen haben
sich entschieden, ihren Glauben mutiger zu leben und sind bereit, den Preis dafür zu bezahlen.
Sie sind davon überzeugt, dass jeder, der sich entschließt in der Ernte mitzuarbeiten, nicht
zurückschauen kann. Gleichzeitig haben andere entdeckt, was es bedeutet für Gott zu leben
und haben sich ehrliche und wichtige Fragen über den christlichen Glauben gestellt.“