04.02.2008

Kasachstan: Staatschef sieht Missionare Bedrohung

Der Präsident Kasachstans, Nursultan Nasarbajew: Kasachstan darf nicht zur religiösen „Müllhalde“ werden<br />

Kasachstan: Staatschef sieht Missionare Bedrohung

Der Präsident Kasachstans, Nursultan Nasarbajew: Kasachstan darf nicht zur religiösen „Müllhalde“ werden

Astana (idea) - 23.01.08– Der Präsident Kasachstans, Nursultan Nasarbajew, sieht
ausländische Missionare als Bedrohung für die nationale Stabilität an und möchte ihre
Aktivitäten gesetzlich einschränken.
Tausende Missionsorganisationen seien in dem zentralasiatischen Land tätig. Ihre Aktivitäten
seien unkontrollierbar, sagte Nasarbajew bei einer Tagung seiner Republikanischen
Vaterlands-Partei Otan am 17. Januar in der Hauptstadt Astana. „Wir sind ein säkularer Staat,
in dem Religion und Staat getrennt sind. Das heißt aber nicht, dass wir zur Müllhalde für alle
möglichen religiösen Bewegungen werden“, zitiert die Moscow Times den Staatschef. Seine
Partei müsse „destruktiven Phänomenen“ widerstehen wie etwa religiösem Radikalismus und
politischem Extremismus, berichtet die Nachrichtenagentur Interfax über die Aussagen des
Präsidenten. Kasachstan hat 15,2 Millionen Einwohner, von denen etwa 65 Prozent Muslime
sind. Der Rest der Bevölkerung besteht zum allergrößten Teil aus Russen, von denen viele zur
orthodoxen Kirche gehören. Daneben gibt es kleine protestantische Gemeinden, etwa
Lutheraner und Baptisten.