19.02.2008
Malaysia: Christen fordern Schutz der Religionsfreiheit
Kuala Lumpur-Rom, 05.02.2008 (KAP) Christen in Malaysia haben die Regierung aufgefordert,
sich für die Wahrung der Religionsfreiheit einzusetzen. Die "Christian Federation of Malaysia" (CFM) verlangte eine verbindliche Anordnung, die staatlichen Ordnungskräften das
Konfiszieren religiöser Gegenstände und Schriften verbietet. Das meldete der Pressedienst
"AsiaNews" am Dienstag in Rom.
Der Vorsitzende des CFM, der katholische Bischof von Melaka (Malacca) Paul Tan Chee Ing,
bezog sich auf einen Vorfall auf dem Flughafen in Putrajaya. Dort hatte ein Angestellter 32
englische Bibeln beschlagnahmt, die eine Katholikin in ihre Gemeinde bringen wollte. Weitere
Maßnahmen gegen die Religionsfreiheit müssten verhindert werden, so Bischof Tan.
Unterdessen haben laut "AsiaNews" die Behörden ihr Bedauern über die Maßnahme
ausgedrückt und versichert, die Bibeln umgehend zu ersetzen. Der Angestellte habe aus eigenem
Antrieb gehandelt, ohne die Erlaubnis staatlicher Autoritäten, meldete "AsiaNews".
In den vergangenen Monaten kam es häufiger zu Auseinandersetzungen zwischen Muslimen
und Nichtmuslimen in Malaysia. Buddhisten, Hinduisten und Christen im Land fürchten
zunehmend, dass das Recht auf freie Ausübung ihrer Religionen von islamischen Hardlinern
ausgehöhlt werde. Zum Islam bekennen sich ca. 60 Prozent der Malaysier.
Quellen: AsiaNews, Kathpress und CFM