24.02.2008

Türkei: Protestanten beklagen Rekordzahl an Angriffen


Ankara/Türkei, 05.02.2008 (KAP) Die protestantischen Gemeinden in der Türkei haben im
vergangenen Jahr eine Rekordzahl an Angriffen registriert. 19 verschiedene Übergriffe und
Anschläge zählt die Vereinigung Protestantischer Kirchen in der Türkei in ihrer nun vorgelegten
Jahresbilanz für 2007 auf. Dazu gehört die Ermordung von drei protestantischen Christen im osttürkischen Malatya im April, die Brandstiftung an einer Istanbuler Kirche, die versuchte
Entführung des achtjährigen Sohnes eines Pastors im nordtürkischen Samsun, ein versuchter
Mordanschlag auf einen Pastor in Antalya und diverse Angriffe auf Kirchen mit Steinen und
Molotow-Cocktails.
Außer den tätlichen Angriffen beklagen die protestantischen Gemeinden in dem Bericht auch
Behinderungen ihrer Arbeit wie die Beobachtung ihrer Mitglieder und die häufig verweigerten
Genehmigungen für Veranstaltungen. Stärker als die orthodoxe und die katholische Kirche sind
die protestantischen Gemeinden in der türkischen Öffentlichkeit dem Verdacht ausgesetzt,
muslimische Türken zum Christentum bekehren und die Türkei "unterwandern" zu wollen.
Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress (KAP), Wien/Österreich