04.06.2008
Deutschland: Hilfsappell an Kanzlerin für verfolgte Christen im Irak
R o t h e n b u r g o b d e r T a u b e r (idea) - 8.05.08– Die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften hat an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) appelliert, sich für verfolgte Christen im Irak und für christliche Flüchtlinge in den Nachbarländern einzusetzen.
„Helfen Sie, dass möglichst viele von ihnen ausreisen und in Deutschland und vielleicht auch in anderen europäischen Ländern Zuflucht finden können“, heißt es in einem Brief an die Regierungschefin. Er ist unterzeichnet von rund 80 Teilnehmern einer Tagung, die der theologisch konservative Zusammenschluss vom 5. bis 7. Mai in Rothenburg ob der Tauber veranstaltete. Dabei berichtete die aus der Türkei stammende syrisch-orthodoxe Schwester Hatune Dogan (Paderborn) über Morde und andere Gewalttaten radikaler Muslime an Christen im Irak. Sie kenne 202 Mädchen, die gefangengenommen und immer wieder vergewaltigt worden seien. Die christlichen Flüchtlinge in den Nachbarländern hausten in menschenunwürdigen Räumlichkeiten. In ihrer äußersten Not seien viele Mädchen gezwungen, sich zu prostituieren. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte Mitte April angekündigt, dass Deutschland vorübergehend verfolgte Christen aus dem Irak aufnehmen wird. Präsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften ist der Missionswissenschaftler Prof. Peter Beyerhaus (Gomaringen bei Tübingen).