15.08.2010
15.08.2010
Washington/Teheran (idea) – „Tief besorgt“ über die anhaltende Verfolgung religiöser Minderheiten im Iran hat sich US-Außenministerin Hillary Clinton geäußert.Anlass war die Verurteilung sieben führender Vertreter der Religionsgruppe der Baha’i – der größten nicht-muslimischen Religionsgemeinschaft des Landes – zu jeweils 20 Jahren Gefängnis, berichtet die Christian Post (Washington). „Religionsfreiheit ist ein Recht, das jeder Mensch – egal welchen Glaubens – von Geburt an hat“, erklärte Clinton. Die USA würden deshalb überall auf der Welt für die Religionsfreiheit einstehen. Den Baha’i-Vertretern wurden Spionage und anti-islamische Propaganda vorgeworfen. Menschenrechtsorganisationen hingegen behaupten, dass die Verurteilungen politisch und religiös motiviert seien. Nicht nur Mitglieder der Baha’i, sondern auch Christen oder die islamische Minderheit der Sunniten seien immer wieder Belästigungen, Angriffen oder Verhaftungen ausgesetzt. Von den 74 Millionen Einwohnern des Landes sind 99 Prozent Muslime.