08.11.2010

Deutschland: 9. November vereint Leid, Freude und Aufbruch

Berlin (idea) – Als einen Schicksalstag für die Deutschen hat der CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe den 9. November bezeichnet.

„Wie kaum ein anderer Tag vereint er Leid, Freude und Aufbruch des deutschen Volkes: Mit großer Dankbarkeit erinnern wir uns an den Fall der Mauer vor 21 Jahren, mit tiefer Trauer und Scham gedenken wir der Reichspogromnacht vor 62 Jahren“,  erklärte Gröhe, der von 2003 bis 2009 EKD-Mitglied war. Am 9. November 1938 hatten die Nationalsozialisten systematisch jüdische Einrichtungen zerstört, Synagogen sowie Friedhöfe geschändet und Hunderte jüdischer Mitbürger ermordet. Der 9. November 1989 steht laut Gröhe für den Mut Einzelner, den Freiheitswillen der Menschen in der damaligen DDR und den Beginn des Zusammenwachsens von ganz Europa. Mit Freude und Dankbarkeit könne man auf 20 Jahre deutsche Einheit in Frieden und Freiheit zurückblicken. Dabei würden die Opfer nicht vergessen, „die in der Hoffnung auf Freiheit im Todesstreifen zwischen Ost und West gestorben sind oder in den Gefängnissen des Stasi-Regimes großes Leid ertragen mussten“. Die Erinnerung an die Reichspogromnacht und den Fall der Mauer mahne alle Deutschen, jeden Tag aufs Neue für Freiheit, Menschenwürde, Rechtstaatlichkeit und Demokratie einzustehen. Gröhe: „Der 9. November verpflichtet uns, alles zu tun, damit Radikale und Extremisten nie wieder Einfluss auf die Politik unseres Landes nehmen können.“