04.04.2011

Ägypten: „Scharia und Religionsfreiheit vertragen sich nicht“

Österreichs Außenminister Spindelegger setzt sich für Kopten ein

Ägypten: „Scharia und Religionsfreiheit vertragen sich nicht“

Österreichs Außenminister Spindelegger setzt sich für Kopten ein

 

Bei seinem Besuch in der ägyptischen Hauptstadt Kairo will Österreichs Außenminister auf mehr Rechte für die christliche Minderheit drängen. Michael Spindelegger hat auch günstige Kredite für Projekte im Gepäck.

Zu Beginn seiner Nahost-Reise erklärte sich Außenminister Michael Spindelegger mit den koptischen Christen Ägyptens solidarisch: „Scharia und Religionsfreiheit vertragen sich nicht“, sagte er vor österreichischen Journalisten. Damit übte Österreichs Chef-Diplomat auch Kritik an der ägyptischen Verfassung. In deren Artikel 2 ist ausdrücklich festgelegt, dass der Islam Staatsreligion ist und die Scharia die Hauptquelle der Rechtssetzung. Die Kopten, die ungefähr zehn Prozent der 83 Millionen Einwohner des Landes am Nil stellen, fordern eine säkulare Verfassung. Denn eines der Probleme, mit denen die Christen in Ägypten zu kämpfen haben, ist das islamische Familienrecht.

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