05.04.2011

Pakistan: Zwischen Dialog und Gewalt

Katholischer Pfarrer berichtet über die Situation von Christen in Pakistan

Pakistan: Zwischen Dialog und Gewalt

Katholischer Pfarrer berichtet über die Situation von Christen in Pakistan

 

Koblenz/Trier – Über die Situation der Christen in Pakistan hat Father Emmanuel Asi, Generalsekretär der Bibelkommission der pakistanischen Bischofskonferenz, Ende März in Koblenz informiert. Asi war auf Einladung der Diözesanstelle Weltkirche des Bistums Trier und der Fachkonferenz „Ökumene und interreligiöser Dialog“ des Dekanates Koblenz zu Gast bei der Katholischen Hochschulgemeinde in Koblenz.

Asi ist Gemeindepfarrer in Lahore und kennt die schwierige Situation aus eigener Erfahrung. Soziale und religiöse Diskriminierung prägten oft den Alltag:

„Es kommt regelmäßig vor, dass Christen in muslimischen Restaurants nicht bedient werden, dass ein muslimischer Frisör sich weigert, ihnen die Haare zu schneiden.“ Lebensbedrohlich werde es, wenn das „Blasphemiegesetz“ angewendet wird, das etwa die Verunehrung des Korans unter Todesstrafe stellt. Dass solche Vorwürfe insbesondere gegen Christen immer wieder zu Unrecht erhoben würden und dass auch Kritiker dieses Gesetzes um ihr Leben fürchten müssten, wie das prominente Beispiel des Anfang März ermordeten katholischen Ministers Shabaz Bhatti zeige, mache die Sache umso schlimmer.

Entmutigen lässt sich der pakistanische Priester jedoch nicht davon: „Es geht um Gleichberechtigung und Gerechtigkeit.“ Deshalb sprach er neben seiner deutlichen Problemanzeige auch von guten Erfahrungen im interreligiösen Dialog: von guter Nachbarschaft und friedlichem Zusammenleben im Alltag, von gemeinsamen Initiativen im gesellschaftlichen Engagement, beispielsweise gegen die sklaverische Ausbeutung von Arbeitern und von Dialogforen, bei denen das Verbindende zum Ausgangspunkt gemacht wird. In diesem Zusammenhang hatte Asi kürzlich ein Forum von Christen und Muslimen.

 
ganzer Artikel im Internet unter www.weltkirche.bistum-trier.de