08.04.2011

Aserbaidschan: Polizei gegen Gottesdienstbesucher

Drei Religionsgemeinschaften aus Gyanja, der zweitgrößten Stadt Aserbaidschans, wurde kürzlich untersagt, sich weiterhin zum Gottesdienst zu versammeln. Einer der Gemeinschaften wurde gedroht, sollte sie sich am nächsten Sonntag oder irgendwann in der Zukunft wieder zum Gottesdienst versammeln, würden die Anwesenden verhaftet. Danach trafen zwei Busse mit Polizeibeamten ein, um einen Gottesdienst zu verhindern. Doch die Kirche hatte diesen bereits widerwillig abgesagt. „Die Leute fürchten sich jetzt sehr“, erklärte ein Kirchenvertreter.

Zahlreiche von den Behörden geschlossene Moscheen konnten trotz Bemühungen der moslemischen Gemeinschaft bis jetzt nicht wieder eröffnet werden. Gleichzeitig erklärte Staatspräsident Ilham Aliev beim Weltforum zum Interkulturellen Dialog: „Religions- und Gewissensfreiheit sind in Aserbaidschan vollkommen verwirklicht.“ 
Deutsche Fassung: AK Religionsfreiheit der Österreichischen Evangelischen Allianz