08.05.2011
Ägypten: Kirche in Brand gesteckt
Muslime gegen Christen
Kairo: Medienberichten zufolge sind zehn Menschen getötet worden. 186 weitere seien verletzt, zwei von ihnen schwebten in Lebensgefahr. Die ägyptische Armee gab bekannt 190 am Samstag Festgenommene vor ein Militärgericht zu stellen. Augenzeugen zufolge hatten sich etwa 500 Salafisten am Samstag vor einer Kirche in einem Vorort von Kairo versammelt, um die Aushändigung einer Frau zu fordern. Muslime behaupteten, sie sei vom Christentum zum Islam übergetreten. "Die Situation eskalierte, als eine Schießerei ausbrach und beide Seiten Brandsätze und Steine warfen. Herbeigeeilte Soldaten und Polizisten feuerten Schüsse in die Luft und setzen Tränengas ein, um die Menge auseinanderzutreiben. In der Nacht wurde eine weitere Kirche in der Region in Brand gesteckt und schwer beschädigt. Auch am Sonntag waren in der Region wieder Schüsse zu hören. Anwohner warnten Passanten die Gegend um die Kirche zu meiden. Die Armee stationierte Panzer in den Straßen um die Kirche und nahm Kontrollen vor." berichtete FAZ.net.
Ministerpräsident Essam Sharaf, sagte seine Reise in die Golfstaaten ab, um eine Krisensitzung mit der Übergangsregierung einzuberufen.