19.07.2013
Sri Lanka: Buddhisten schließen christliche Kirchen
Christen in Sri Lanka werden auch weiterhin von buddhistischen Extremisten unter Druck gesetzt; Kirchen in der Provinz Hambanthota werden besonders stark belästigt. Bei einem Treffen zwischen lokalen Politikern, hochrangigen Polizeibeamten, Christen und Führern der Buddhisten am 10. Mai wurde den Christen gewissermaßen mitgeteilt, dass sie die Rechtmäßigkeit ihrer Gemeinden nachweisen oder sonst mit der Schließung ihrer Kirchen rechnen müssten. Als am 17. Mai ein weiteres Treffen stattfand, hatten buddhistische Mönche bereits 18 Kirchen geschlossen und forderten die Schließung der restlichen Gemeinden.
Pastoren in dieser Gegend kommen regelmäßig unter Kritik und werden auch oft bedroht. Buddhistische Mönchen haben die Gemeindeleiter in der Region gewarnt und gesagt: „Wenn ihr eure Aktivitäten nicht einstellt, wird euch das gleiche Schicksal wie Lional Jayasinghe ereilen.“ Lional erlitt in den Neunzigerjahren in Hamabanthota den Märtyrertod.
Auch auf nationaler Ebene werden die Christen bedroht. Seit sich ein buddhistischer Mönch aus Protest gegen die Bekehrung von Buddhisten durch Christen und andere Minderheiten selbst angezündet hat, haben einflussreiche Persönlichkeiten mit ähnlichen Ansichten ihren Standpunkt öffentlich bekannt gegeben. Ein Mitglied der JHU, einer von buddhistischen Mönchen angeführten politischen Partei, versprach, diese „Forderungen in Realität umzusetzen“. Eine einflussreiche singhalesische und buddhistische Nationalisten-Lobby hat bereits eine Kampagne für „Anti-Bekehrungsgesetze“ gestartet, die christliche Aktivitäten in Sri Lanka einschränken würden.
Bitten wir, dass der Herr die Gemeindemitglieder der 18 geschlossenen Kirchen während dieser schmerzlichen Zeit stärkt und erhält. Bitten wir auch, dass sie Wege finden um Gott in Sicherheit und ohne bedroht zu werden, anzubeten. Beten wir um Gottes Schutz für die gefährdeten Gemeindeleiter und um einen Rückgang der anti-christlichen Anfeindungen.
Quelle: Barnabasfund/D/Juli13