30.07.2013

Syrien: Keine Spur von zwei entführten Bischöfen

Vor 100 Tagen verschwanden sie an der türkisch-syrischen Grenze

Syrien: Keine Spur von zwei entführten Bischöfen

Vor 100 Tagen verschwanden sie an der türkisch-syrischen Grenze

Aleppo (idea) – Von den beiden in Syrien verschleppten Bischöfen gibt es auch 100 Tage nach deren Verschwinden keine Spur. Darauf hat das Komitee des Syrisch-Orthodoxen Patriarchats in Aleppo aufmerksam gemacht. In einer offiziellen Erklärung heißt es, bislang hätten sich die Entführer weder zu erkennen gegeben noch den Aufenthaltsort der Geiseln genannt oder Forderungen gestellt. Man appelliere an die internationale Gemeinschaft, sich weiterhin auf allen Ebenen für die Freilassung der beiden Geistlichen einzusetzen. Der syrisch-orthodoxe Erzbischof von Aleppo, Mor Gregorios Yohanna Ibrahim, und der griechisch-orthodoxe Erzbischof von Aleppo und Iskenderun, Boulos Yazigi, waren am 22. April auf dem Rückweg von Bab Al-Hawa an der Grenze zur Türkei nach Aleppo, als ihr Wagen von einer bewaffneten Gruppe gestoppt wurde. Der Fahrer wurde ermordet, während die Erzbischöfe unversehrt geblieben sein sollen. Der Vorfall ereignete sich in einem von der oppositionellen Freien Syrischen Armee kontrollierten Gebiet. Von den 22,5 Millionen Einwohnern Syriens sind rund 90 Prozent Muslime. Orthodoxe und katholische Christen stellen jeweils drei Prozent der Bevölkerung; der protestantische Anteil beträgt 0,1 Prozent.