08.04.2014

China: Christen protestieren gegen Kirchenabriss

Behörden hatten das Gemeindehaus als illegal eingestuft

China: Christen protestieren gegen Kirchenabriss

Behörden hatten das Gemeindehaus als illegal eingestuft

Wenzhou (idea) – Mit einer Sitzblockade haben Christen in der ostchinesischen Stadt Wenzhou gegen den geplanten Abriss ihrer Kirche protestiert. Die Behörden stufen das Gemeindehaus als illegal ein, da es gegen Bauregeln verstoße. Begründung: Das Kreuz auf dem Dach sei zu hoch, so der Pfarrer der Gemeinde, Timothy Liao. Die Kirche soll deshalb innerhalb von 15 Tagen abgerissen werden. Gemeindemitglieder bewachen die Zugänge deshalb rund um die Uhr. Die Bauarbeiten hatten fast sechs Jahre gedauert. Die umgerechnet etwa drei Millionen Euro teure Kirche bietet rund 2.000 Sitzplätze. In den letzten drei Jahrzehnten hat sich die an der Südostküste gelegene Stadt zu einem der größten christlichen Zentren Chinas entwickelt. Wenzhou ist daher auch unter dem Namen „Jerusalem Chinas“ bekannt. In der 9,1 Millionen Einwohner zählenden Stadt sollen bis zu einer Million Christen leben. Schätzungen über die Zahl der Christen in China variieren stark: Die Regierung spricht von 24 Millionen, Experten geben bis zu 130 Millionen an.