08.04.2014

Deutschland: IGFM-Patenschaftsprogramm: Fabritius wird Pate von inhaftierter pakistanischer Christin

Bundestagsabgeordneter der CSU: „Religionsfreiheit ist universelles Menschenrecht“ – IGFM: Menschenrechtsverletzungen in Pakistan nicht hinnehmen

Deutschland: IGFM-Patenschaftsprogramm: Fabritius wird Pate von inhaftierter pakistanischer Christin

Bundestagsabgeordneter der CSU: „Religionsfreiheit ist universelles Menschenrecht“ – IGFM: Menschenrechtsverletzungen in Pakistan nicht hinnehmen

Frankfurt / München (8. April 2014) – Dr. Bernd Fabritius, Bundestagsabgeordneter der CSU, hat die Patenschaft für die inhaftierte pakistanische Christin Asia Bibi übernommen. „Ich nehme die Chance gerne wahr, mich im Rahmen meiner Möglichkeiten für Asia Bibi einzusetzen“ so Dr. Bernd Fabritius. Am 14. April 2014 soll das Berufungsverfahren Bibis mit einer Anhörung fortgesetzt werden. Laut der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) werden Christen und religiöse Minderheiten in Pakistan durch die Behörden verfolgt und diskriminiert. Regelmäßig kommt es zu Verfolgung, Verhaftungen und hohen Haftstrafen, teilweise werden sie misshandelt und gefoltert. In Pakistan verbietet das umstrittene Blasphemiegesetz unter Androhung der Todesstrafe abwertende Äußerungen über den Islam. 

Asia Noreen – auch bekannt als Asia Bibi – ist die erste Frau, die in Pakistan wegen Gotteslästerung zum Tode verurteilt wurde. Die Christin, die als Tagelöhnerin in einer Obstplantage beschäftigt war, wurde am 19. Juni 2009 im Dorf Itanwali in der Provinz Punjab verhaftet. Sie hatte auf Geheiß eines Landwirts Wasser für die Feldarbeiterinnen geschöpft. Doch diese weigerten sich zu trinken, weil das Gefäß von einer Christin berührt und damit „unrein“ geworden sei. Aufgebrachte Muslime wollten sie daraufhin zwingen ihrem Glauben abzuschwören. Als sie sich weigerte, wurde sie misshandelt und der Polizei übergeben. Am 8. November 2010 verurteilte sie das Gericht in Nankana in der Provinz Punjab aufgrund des Blasphemiegesetzes wegen "Beleidigung des Islam" zum Tode. Das Höchste Gericht in der ostpakistanischen Provinzhauptstadt Lahore überprüft gegenwärtig das Urteil. In Verbindung mit dem Anschlag auf den Obersten Gerichtshof in Islamabad Anfang März 2014 wurde die nächste Anhörung im aktuellen Berufungsverfahren auf den 14. April 2014 verschoben. 

Dr. Bernd Fabritius MdB: „Religionsfreiheit ist ein universelles Menschenrecht. Selbstverständlich muss dieses auch für Christen in Pakistan gelten.“ Deshalb fordert Dr. Fabritius, im Dialog mit Pakistan immer wieder auf die Einhaltung der Menschenrechte zu dringen, nicht zuletzt weil die dortige Situation auch in anderen Menschenrechtsbelangen besorgniserregend sei.

Im Rahmen des IGFM-Patenschaftsprogramms engagieren sich prominente Politiker für politische Gefangene in Pakistan. IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin betont: „Asia Bibi ist leider nur ein Fall unter vielen – es gibt in Pakistan Tausende von Opfern religiös motivierter Gewalt. Pakistan verstößt massiv gegen das Menschenrecht der Religionsfreiheit. Eine politische Patenschaft, wie sie Dr. Bernd Fabritius übernommen hat, gibt Verfolgten internationale Aufmerksamkeit und damit Schutz.“ Die Patenschaftsprogramme der IGFM werden u.a. auch von MdEP Rainer Wieland, Vizepräsident des Europäischen Parlaments sowie den Bundestagsabgeordneten der CDU, Jürgen Klimke und Arnold Vaatz, unterstützt.

Quelle: IGFM