02.02.2014

Deutschland: Behutsam mit den Gefühlen Gläubiger umgehen

Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder über die "Kunst"

Deutschland: Behutsam mit den Gefühlen Gläubiger umgehen

Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder über die "Kunst"

Frankfurt am Main (idea) – Kunst sollte behutsam mit den Gefühlen von Gläubigen umgehen. Das fordert der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder in einem Leserbrief an die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Anlass ist ein Bericht in der FAZ über die Aufführung von Bachs Johannespassion am Theater Osnabrück. Darin heißt es, dass Regisseur Andrej Woron in seiner Inszenierung dem Werk alles Transzendente und Sakrale nehme und Bachs Johannespassion „veralbert“. Dies ist nach Ansicht der Autorin des Beitrags durchaus legitim in der heutigen Welt, „in der bei Teilen es Publikums die Passion Christi nicht mehr Dankbarkeit gegenüber dem Erlöser und Ehrfurcht vor dem leidenden Gottessohn hervorrufe“. Kauder: „Wir Christen haben gelernt auszuhalten, wenn Jesus am Kreuz über den Boden geschleift wird, wie das Bild zu der besprochenen Aufführung zeigt.“ Dennoch sollte man nicht leichtfertig mit religiösen Gefühlen spielen. Auch in einer freiheitlichen Gesellschaft müsse das Bewusstsein vorhanden sein, „dass Interpretationen religiöser Darstellungen leicht die religiösen Gefühle vieler Gläubiger verletzen können“. In der Kunst müssten deshalb Toleranz und Sensibilität gegenüber anderen herrschen. Eine tolerante Gesellschaft zeichne sich auch durch Rücksichtnahme aus.